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Goys letzte Montage >>

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12 JAHRE Goys Letzte Montage /Archiv

 

Goys Letzte Montage

... an letzten Montagen des Monats präsentiert Sebastian Goy Vorträge,
Lesungen, Konzerte, Gespräche, Miniaturen, Polemiken, Montagen und
mehr.....

 

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Am Montag, dem 18. Mai 2015 um 20 Uhr im Maurerhansl in Diessen:

Berlin.com...ein Liederabend

Eine szenisch-musikalische Collage über hundert Jahre bewegtes Berlin von den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts bis heute

Es singen und spielen: Elisabeth Günther und Susanne von Medvey.

Konzeption, Regie und Klavier: Friedrich Rauchbauer

Ein Streifzug durch Höhen und Tiefen einer leidgeprüften Metropole, deren Facetten sich an diesem Abend auch in der Vielfalt der Stile der vortragenden Interpreten widerspiegeln.

Diese lassen Friedrich Hollaender (Bei uns um die Gedächtniskirche rum) genauso zu Wort kommen wie Kurt Tucholsky (Das Lied von der Gleichgültigkeit),Udo Lindenberg (Sonderzug nach Pankow), Manfred Krug, die Puhdys (Wenn ein Mensch lebt) , Uschi Brüning (Komm in die Stadt), Silly (Rot wie Mohn), Annett Louisan und andere mehr.

Im ersten Teil spannt sich der Bogen von den 1920er-Jahren bis zum Mauerfall. Der zweite Teil dann nimmt sich der Zeit nach der Wiedervereinigung bis heute an.

Susanne von Medvey spielt neben anderen Bühnen regelmäßig am Metropoltheater in München. Für diverse Liederabende arbeitete sie auch schon mit Friedrich Rauchbauer zusammen. Ist in vielen Fernsehproduktionen zu sehen und arbeitet als Synchronsprecherin, u. a. als Stimme von Anna Gun (als Skyler White) in der Kultserie „Breaking Bad“.

Friedrich Rauchbauer ist Dozent für Liedinterpretation an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Als musikalischer Leiter arbeitet er mit etlichen Theatern zusammen, wie z, B. dem Metropoltheater München, dem Volkstheater München und anderen.. Komponiert auch Bühnenmusiken. In den letzten Jahren konzipierte und inszenierte er vermehrt szenisch-musikalische Collagen.2014/15 führt er Regie und ist musikalischer Leiter bei „Memories of Hilde K“ mit Susanne von Medvey als Hildegard Knef.

Elisabeth Günther ist neben Engagements an zahlreichen Theatern auch als Synchronsprecherin tätig, u. a. ist sie die deutsche Stimme von Liv Tyler, Cate Blanchett und Juliette Binoche. Außerdem Interpretin vieler Hörbücher.

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Friedrich Rauchbauer......................................................Susanne von Medvey..............................................Elisabeth Günther

Foto co Karin Derkow

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Am Montag, 27. April 2015 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen

Mit voller Lungenkraft blies er in die Kriegsposaune....“*

Der Simplicissimus im Ersten Weltkrieg

Ein Abend mit dem Kunsthistoriker Dr. Thomas Raff


Die satirische Wochenzeitschrift „Simplicissimus“, die seit ihrer Gründung 1896 vor allem die innerdeutschen Verhältnisse kritisiert hatte, stand im August 1914 vor einer heiklen Frage: aufhören oder mitmachen? Man entschloss sich zu Letzterem. Das einstmal so kritische Blatt wurde damit zum willigen Werkzeug der deutschen Kriegspropaganda.

Der Vortrag von Thomas Raff schildert die Wandlungen vor allem anhand von Illustrationen aus den sogenannten „Kriegsnummern“ des „Simplicissimus“.

Dr. Thomas Raff, Kunsthistoriker, Autor und Herausgeber zahlreicher Werke, Kurator von Ausstellungen, und nicht zuletzt Vorsitzender des Diessener Heimatvereins.


*es handelt sich um ein Zitat aus dem Roman „Ich warte auf Wunder“ von Th. Th. Heine

http://www.thomasraff-muenchen.de

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Montag, 30. März 2015 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen


Gott mit dir, du Land der Bayern? oder Mia san mia – die andere Geschichte Bayerns*

Ein Abend mit Teja Fiedler

Für meine Frau und all die anderen, die mit Bayern leben müssen“

Diese ironische Widmung verrät einiges über die Art, wie sich der studierte Historiker und Journalist Teja Fiedler den Bajuwaren nähert, die sich nach der Völkerwanderung im Süden Deutschlands festgesetzt hatten und dort in Hunderten von Jahren die Herrscher in bunter Folge wechselten. Bis zu jenem Tag, an dem Otto von Wittelsbach dem frischgekürten Kaiser Barbarossa in den Alpen das Leben rettete und 1180 zum Lohn Herzog von Bayern wurde. Die Wittelsbacher regierten danach mehr als 700 Jahre und stellten Kaiser und Kurfürsten. Fiedler, der äußerst unterhaltsam durch die bayerische Geschichte führt, schreibt auch davon, dass es die eher farblosen Herrscher waren, die das Land am meisten voranbrachten. Und natürlich auch über die Staatskrise, die durch eine Tänzerin ausgelöst wurde. Und über einen verschwendungssüchtigen König, der für nachhaltigen Reichtum gesorgt hat. Die dunklen Kapitel über die mörderische Herrschaft Adolf Hitlers und die Verwicklungen der Justiz und der Kirche werden plastisch beschrieben.

Teja Fiedler, in Niederbayern aufgewachsen, studierte Geschichte und Germanistik. Als Sternkorrespondent berichtete er viele Jahre aus Rom, Washington, New York und zuletzt aus Mumbai/Indien. Zu seinen erfolgreichen Buchveröffentlichungen gehören „Die Geschichte der Deutschen“, die „Gebrauchsanweisung für Niederbayern“, „Heydrich. Das Gesicht des Bösen“ (als Koautor) und „Die Zeit ist aus den Fugen. Vom Kaiserleutnant zum Vertriebenen. Das Leben meines Vaters“.

Teja Fiedler lebt in Hamburg.

*Teja Fiedler „Mia san mia – Die andere Geschichte Bayerns“, Piper Verlag München 2014, ISBN 978-3-492-05553-6

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am Freitag, 27. Februar um 20 Uhr, Achtung Reservierung!

Hans Well und die Wellbappn

(wer an diesem Abend eine Kleinigkeit essen will, sollte bitte etwas früher kommen. Einlass ab 18 Uhr30 - Telefonische Kartenreservierung beim Hotel Maurerhansl unter der Nummer 08807 / 9229-0 - Eintritt 16 Euro


www.hans-well.de/

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Montag, 23. Februar 2015 um 20 Uhr


Der Regisseur Matti Bauer besucht uns mit seinem Film „Still“


Jenseits des Landlust-Phänomens sieht die Realität der bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland alles andere als romantisch aus.

Matti Bauer beobachtet über zehn Jahre die Entwicklung der Protagonistin Uschi von der Sennerin bis zur gestandenen oberbayerischen Bäuerin. Wir erleben mit, wie sich Uschi über Jahre die Entscheidung nicht leicht macht, sich schließlich doch zur Hofübernahme durchzuringen. Dass ihre Wahl eine gute war, bezweifelt ihre Mutter, die Altbäuerin. Sie steht ihrer finanziell wenig erfolgreichen Plackerei am Ende ihres Erwerbsdaseins kritisch gegenüber und hätte sich ein anderes Leben gewünscht.

Still erzählt nicht vom Selbsterfahrungstrip auf der Hochalm. Still erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die zwischen Tradition, Verpflichtungen und Wünschen der Eltern ihr eigenes .... Leben leben will. Und das ist – ob auf dem Bauernhof oder in der Großstadt – eine universelle Geschichte und im speziellen Fall von „Still“ ein konzentriertes, bewegendes Generationen-Porträt, viel mehr als nur still“ ( aus Kinozeit.de )

Matti Bauer ist in Diessen am Ammersee geboren. Er studierte Völkerkunde und Portugiesische Philologie an der LMU in München. Von 1978 bis 1988 unternahm er Forschungsreisen zu Indianern in Zentralbrasilien und im nördlichen Amazonasgebiet. Parallel dazu begann seine Tätigkeit im Dokumentarfilmbereich. Als Cutter arbeitete er für die Regisseure Peter Buchka, Jörg Bundschuh, Bertram Verhaag, Hans Beller und Christian Bauer. Seit 1993 führt er selbst Regie und realisierte zahlreiche Dokumentarfilme. U. a. entstand der Film „Lokalderby“(1997) über die Rivalität zwischen dem FC Bayern und 1860 München. 2004 der Film „Bossa Nova“ über die brasilianische Musik der 60er Jahre, der beim Music Doc Fest von Rom ausgezeichnet wurde. „Für seinen Film „Domspatzen“ erhielt er 2009 den Bayerischen Fernsehpreis.

Matti Bauer lebt in München.

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Vorschau auf Montag 30. März: Der bekannte Stern-Journalist und Autor Teja Fiedler nennt diesen Abend „Gott mit dir du Land der Bayern?“ Und gibt uns Einblicke in eine etwas andere Geschichte Bayerns.

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VORSCHAU: Montag 30. März:

Der bekannte Stern-Journalist Teja Fiedler nennt diesen Abend „Gott mit dir du Land der Bayern?“

Und gibt uns Einblick in eine etwas andere Geschichte Bayerns. Seit die „Boiari“ aus dem Nebel der Völkerwanderung aufgetaucht sind, halten sie sich für etwas Besonderes. Nichtbayern sehen das mit einer Mischung aus Ablehnung und Bewunderung. Bei den Bayern entfaltet die Geschichte ihre ganze Farbigkeit, malt sie das Geschehen immer noch etwas bunter, prächtiger und maßloser. Teja Fiedler entwirft ein Panorama, das vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart reicht. Da gibt es Kaiser (nicht nur im Fußball), Könige, Kriege um Land, Religion und Bier, aufsässige Bauern und große Literaten, Kunst und Kultur wie in kaum einer anderen Region. Bayern ist weit mehr als Ludwig-Kult, Laptop und Lederhose. Teja Fiedler schildert das ebenso unterhaltsam wie spannend.Teja Fiedler, in Niederbayern geboren und aufgewachsen, studierte in München Geschichte und Germanistik. Als Stern- Korrespondent berichtete er viele Jahre aus Rom, Washington und New York und zuletzt aus Mumbai / Indien. Zu seinen erfolgreichen Buchpublikationen gehören „Die Geschichte der Deutschen“, die „Gebrauchsanweisung für Niederbayern“, „Heydrich. Das Gesicht des Bösen (als Koautor) und der biografische Roman „Die Zeit ist aus den Fugen. Vom Kaiserleutnant zum Vertriebenen. Das Leben meines Vaters“. Teja Fiedler lebt in Hamburg.

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Montag 26. Jan.:

Madeleine Prahs stellt ihren Debütroman Nachbarn“ vor

Als Kind flieht Anne Liebert kurz vor dem Mauerfall in den Westen. Erwachsen geworden, schlägt sie sich in Berlin als Altenpflegerin durch, allein mit ihrer kleinen Tochter Marie. Das Schicksal, das sie nicht gerade begünstigt, führt sie dann auch noch mit einem Rentner zusammen, der alt und krank auf seinem Balkon sitzt und auf das Ende wartet. Bis Marie ihm gegenüber tritt und sich alles verändert. Hans, Hanna und Matthias haben sich während des Studiums kennen gelernt. Daraus entwickelte sich Freundschaft, Liebe und Rivalität. Die deutsche Geschichte trennt ihre Lebenswege, ein Verrat führt sie wieder zusammen. Tief dringt der Leser in das Leben von sechs Menschen ein und begleitet sie von 1989 bis 2006. Ein Roman voller tragischer und tragikomischer Geschichten von Verlorenheit und Sehnsüchten.

Madeleine Prahs, geboren 1980 in Karl- Marx- Stadt, ist dort und am Ammersee aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte in München und Sankt Petersburg. Erhielt mehrere Auszeichnungen und Förderungen, Werkstatt-Stipendien des Literarischen Colloquiums Berlin und der Jürgen-Ponto-Stiftung. Sie lebt und arbeitet in Leipzig. Madeleine Prahs, „Nachbarn“, München 2014 bei dtv, ISBN 978-3-423-28036-5

 

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Montag, 10. November 2014 um 20 Uhr
im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Gordian Troeller
Eine Ouvertüre zum 6. Diessener KurzFilmFestival.

Nach einer Einführung durch Claus-Peter Lieckfeld spricht Ingrid Becker-Ross in Erinnerung an das Werk und Leben ihres Mannes, des großen Dokumentarfilmers Gordian Troeller. Anschließend wird der Dokumentarfilm »... denn ihrer ist das Himmelreich« gezeigt. Troeller, 1917 in Luxemburg geboren, in den Wirren des Zweiten Weltkrieges bis nach Portugal geflohen, arbeitete gegen Nazi-Deutschland und baute eine Fluchtlinie für politisch und rassisch Verfolgte auf. Nach dem Krieg machte er sich einen Namen durch seine Fotos und Reportagen und drehte seine ersten Filme. Bis 1999 sind in drei Themenbereichen 70 Filme entstanden: »Im Namen des Fortschritts«, »Frauen der Welt« und »Kinder der Welt«. Er erhielt zwei Grimme-Preise und 1992 die »Besondere Ehrung« des Grimme-Preises 2003. Kurz vor seinem Tod wurde ihm noch den »Letzebuerger Filmpreis Prix d’honneur« für das Gesamtwerk verliehen. In dem Dokumentarfilm »... denn ihrer ist das Himmelreich« – Betrachtungen über unseren Kindheitsbegriff am Beispiel zivilisierter Indianer, Bolivien 1984 – wird der westliche Kindheitsbegriff problematisiert. Eine kindliche Welt, behütet und getrennt von der Welt der Erwachsenen, existiert in anderen Kulturkreisen nicht. Kinder mussten bei uns keine Verantwortung übernehmen, wurden dafür aber auch für unmündig erklärt. Dieser Kindheitsbegriff wurde auf andere Völker übertragen, die ihrerseits zu Kindern erklärt wurden, und erzogen werden mussten, um die europäische Stufe der Zivilisation zu erreichen ...

www.gordian-troeller.de/

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Am Montag, 27.Oktober um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen

Eine ausgezeichnete Beobachterin“ DIE ZEIT

Weltweit unterwegs...

...mit der Reisebuchautorin Carmen Rohrbach, die aus mehreren ihrer Bücher liest und die einzelnen Teile mit Erzählungen verbindet, sodass eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Lese-Reise entsteht.

Carmen Rohrbach, in Bischofswerda(DDR) geboren, studierte Biologie und bemühte sich um Forschungsaufträge in Kuba, der Mongolei und Sibirien. Da alle Anträge abgewiesen wurden, sah sie nur noch einen Ausweg, die Flucht in die Freiheit über die Ostsee. Obwohl bereits im Internationalen Hoheitsge- wässer, wurde sie aufgefischt, verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach der Haft wurde sie nach Westdeutschland ausgewiesen. Sie promovierte am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung in Seewiesen und erhielt den Auftrag, ein Jahr lang das Leben der Meerechsen auf den Galapagosinseln zu erforschen. Seitdem verband sie ihre Leidenschaft für abenteuerliche Reisen mit ihrer anderen Leidenschaft, dem Schreiben. Aufsehen erregte sie, als sie sich einen Traum erfüllte und mit einem Kamel durch die Wüsten und Wadis des Jemen wanderte. Unzählige Länder hat sie seitdem bereist, meist zu Fuß. Oft pflegte sie die Sprachen der bereisten Länder zu lernen, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Mit Adlerjägern im Altaigebirge, Sherpas im Himalaja und Bauern in der Eifel. Sie reist mit unbändiger Neugier, aber nie ohne Respekt vor dem Anderen, dem Neuen. „In der ganzen Welt bin ich zuhause“, sagt sie, „und Bayern ist mein Basislager.“ Und dass man auch hier in der nächsten Umgebung– seit langem ist sie am Ammersee zuhause - Natur und Abenteuer erleben kann, beweist ihr Buch über die ISAR.

Vorankündigung: Im November ist ausnahmsweise schon der zweite Montag Veranstaltungstermin der „Letzten Montage“. Eine kleine Eröffnung des Diessener KurzFilmFestivals in Cooperation mit diesem am Montag, 10. November um 20 Uhr im Maurerhansl mit einem Abend, der dem großen Dokumentarfilmer Gordian Troeller (1917 –2003)gewidmet ist. Ehe sein Film „...denn ihrer ist das Himmelreich“ (Betrachtungen über unseren Kindheitsbegriff am Beispiel zivilisierter Indianer in Bolivien) vorgeführt wird, macht seine Witwe uns mit Leben und Werk ihres Mannes bekannt.
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Montag, 29.September 2014 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Klassische Noblesse und Jazz-Temperament feiern hier ein sympathisches Tête-à-Tête der Gitarrenkunst“ HiFi&Records

lucid impressions

ein Konzert mit dem Arnd Sprung Trio aus Köln – Jazz / Latin / Classic / Crossover mit mediterranem Einschlag

Die vielseitigen und fantasievollen Kompositionen von Arnd Sprung präsentieren die drei Musiker mit ihren unterschiedlichen Wurzeln und Einflüssen aus Klassik, Jazz und Weltmusik:

Arnd Sprung hat ausgehend von der klassischen Gitarre seit Beginn der achtziger Jahre in verschiedenen Ensembles inno- vative zeitgenössische Musik, Crossover – und Klang Art Projekte präsentiert – so u.a. auf den Frankfurter Festen der Alten Oper, der Documenta Kassel, den Leverkusener Jazztagen, der Multimediale Karlsruhe, dem Rheinischen Musikfest, der WDR Nachtmusik Köln, den Autumn Concerts Graz.

Maurice Peter hat in der Tradition der Sinti sein charakteristi- sches und virtuoses Spiel der Jazz-Gitarre entwickelt, er spielte u. a. mit George Benson und studierte mit Bireli Lagrene.

Neu im Trio ist seit 2013 Klaus Mages, der als Percussionist seine Wurzeln im Jazz, Pop und der Worldmusic hat. Seine respektvolle Haltung gegenüber den verschiedensten Kulturen, die er bei Tourneen durch alle Kontinente kennen lernte, beeinflussten seinen Stil nicht unwesentlich.

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Montag, 28. Juli 2014 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Wölfe! Was kommt da auf uns zu?

Der Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky über Mythen und Märchen, Daten und Fakten
Großraubtiere sind zurück in Deutschland. Mehrere Wolfsrudel haben sich im Osten angesiedelt, zwei Luchspopulationen und mehrere isolierte Einzeltiere leben wieder in verschiedenen Mittelgebirgen und sogar der erste Braunbär ist schon im deutschen Alpenraum aufgetaucht. Wölfe haben das größte Potential der drei Arten für eine rasche Ausbreitung und Kolonisation neuer Gebiete. Einzeltiere können Hunderte Kilometer weit in wolfsfreie Gebiete wandern. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts kamen mehr als 40 Wölfe aus Polen nach Deutschland. Mehr als 30 wurden abgeschossen, weitere zehn wurden Verkehrsopfer auf Schiene oder Straße. Erst 1998 gelang es einem Wolfspaar, auf einem Truppenübungsplatz in Nordost-Sachsen ein Territorium zu etablieren. Zwei Jahre später kam es zur ersten Welpenaufzucht – etwa 150 Jahre nach der Ausrottung der Art in Deutschland. Im Jahr 2008 wurden fünf Rudel mit Welpen sowie ein territoriales Paar in der Lausitz bestätigt. Zwei Territorien liegen teilweise in Polen, zwei teilweise in Brandenburg. Einzelne Wölfe sind in den letzten Jahren auch in Bayern gesichtet worden. Von allen Großraubtierpopulationen Deutschlands hat die deutsch-westpolnische Wolfspopulation bei weitem das größte Potential für eine rasche Ausbreitung. Bei günstiger Entwicklung kann diese Population in den nächsten 10 – 20 Jahren die Mehrheit der deutschen Länder sowie Tschechien erreichen.... Der Wolfsexperte und Großwildbiologe Ulrich Wotschikowsky war stellvertretender Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Wildtiermanagement, Redakteur der Zeitschrift „Jäger“, gehört der Wildbiologischen Gesellschaft München an und war 2000 Mitbegründer des Vereins für Arten-, Umwelt- und Naturschutz (VAUNA). Er wohnt in Oberammergau.

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Montag, 30. Juni 2014 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen


Baustelle Kunst VI

„Nofretete – die Schöne ist gekommen“

Woher sie kam und warum sie plötzlich verschwand, wurde in den letzten Jahren mithilfe genetischer Untersuchungen an Mumien des Familienclans weitgehend geklärt.

Eine Bildergeschichte um das Traumpaar Echnaton und Nofretete.
Ein Abend mit der Ägyptologin Rosemarie Klemm.

Vorschau Montag, 28. Juli: „Wölfe! was kommt da auf uns zu?“
Ulrich Wotschikowsky - der Wolfsexperte schlechthin – über Mythen und Märchen, Daten und Fakten.

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Am Montag, 26. Mai um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstraße 7


Baustelle Kunst V

Kunsthandwerk und Utopie – zu Leben und Schaffen von William Morris


Der Engländer William Morris (1834 – 1896) wirkte im späten 19. Jahrhundert als bedeutende Persönlichkeit des kulturellen und politischen Lebens in seinem Heimatland. Dabei war er nicht allein Protagonist des „Arts and Crafts Movement“ und somit auch Vorläufer des Jugendstils. Das Spektrum von Morris’ kreativer Tätigkeit reichte noch weiter: von seiner Arbeit als Maler und Kunsthandwerker über sein schriftstellerisches Werk bis hin zu seinen philosophischen Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Arbeit in einer befreiten Gesellschaft. Zugleich war Morris Vorreiter der politischen Renaissance des britischen Sozialismus ab den 1880er Jahren. Gemeinsam durch den Abend führen der Philosoph und Kunsthistoriker Dr. José Maria Duran (Berlin) und der Historiker Dr. Jan Hoff (Diessen). Sie werden Morris’ künstlerisches Schaffen vorstellen, sein kunsthandwerklich geprägtes Kunstverständnis thematisieren, in sein utopisches politisches Denken einführen, die Persönlichkeit William Morris im Kontext der Zeit erklären, aber auch die Frage nach der Aktualität seines Denkens stellen.

Vorschau: Montag 30. Juni (Baustelle Kunst VI) „Nofretete – die Schöne ist gekommen“ Woher sie kam und warum sie plötzlich verschwand. Ein Abend mit der Ägyptologin Rosemarie Klemm

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Montag, 28. April 2014  um 20 Uhr im Maurerhansl in Diessen, Johannisstr. 7


2004 bis 2014 - zehn Jahre „Goys Letzte Montage“


Ein Jubiläumsabend mit Egon Günther, Peter Becher, Thomas Raff, Katja Huber und Claus-Peter Lieckfeld


Von der  Poesie des Zwischenraums bis zum Nachherbst einer Königin, vom Garten der Lüste bis zum Imperium der Komantschen, von Kiki Bohemia bis zu Dagobert und und und......Eine Veranstaltungsreihe, deren Markenzeichen die Vielfalt ihrer Themen ist, wird 10 Jahre alt. Deshalb werden sich am letzten Montag im April einige Protagonisten dieser letzten zehn Jahre mit Auserlesenem ihres Schaffens zu Wort melden. Da wird es z. B. um einen Blick auf den Englischen Garten aus der Sicht eines Dachses gehen, der unterm Monopteros wohnt. Oder wir begeben uns einen Tag in den Kreisverkehr und ins Traditionshotel Deutsche Eiche. Und eine kleine Auslagerung aus einem längeren Text wird zu Gehör gebracht. Und natürlich wird manch ein Gedicht  dabei sein. Und etliches Überraschendes mehr. Da die Letzten Montage in einer gewissen Kontinuität das Schaffen einiger Künstler begleiteten (u.a. seien Christian Tobin und Martin Gensbaur genannt) und auch die Werke einiger Schriftsteller, ist es nachvollziehbar, dass nun einige von ihnen diesen Abend begleiten und das nächste Jahrzehnt einläuten. Es sind dies: Dr.Peter Becher, dessen Herkunft, berufliche Tätigkeit und dessen Schreiben vom böhmisch-österreichischen Kulturkreis bestimmt sind. U. a. veröffentlichte er eine Biografie Adalbert Stifters und gab einen Sammelband über die deutschböhmische Literatur unterm Hakenkreuz heraus. B. ist Mitglied des tschechischen PEN und leitet in München den Adalbert Stifter Verein. Außerdem ist er mit seinen wunderbaren Formulierungen in der Belletristik zuhause. Egon Günther, Autor, Maler und Übersetzer beliefert beharrlich politische Magazine und Literaturzeitschriften mit seinen klugen Texten, schreibt Bücher, aufklärerische und faktengenaue im besten Sinne, genauso wie er sich als Grenzgänger auf Reisen ins Land der Kurzprosa und der Lyrik begleiten lässt. Veröffentlichte u. a. „Bayerische Enziane - ein Heimatbuch“,  „Watschenbaum-Roman einer Kindheit“, beide Edition Nautilus, Hamburg, sowie zahlreiche Gedichtbände, zuletzt 2014 „allerlei entzwei- gedichte für besiegte“, Medien Streu Ostheim/Rhön. Claus-Peter Lieckfeld, Wissenschaftsjournalist und Autor zahlreicher Bücher, veröffentlicht in der SZ, Zeit, GEO, mare. Mit geprägt von seiner früheren, langjährigen Tätigkeit als Redakteur bei natur unter dem legendären Horst Stern.
Professor Dr. Thomas Raff, Kunsthistoriker, Autor und Herausgeber zahlreicher Werke, Kurator von Ausstellungen und last but not least Vorsitzender des Diessener Heimatvereins. Katja Huber studierte Slawistische Philologie und Politische Wissenschaften in München und Wolgograd. Seit 1996 arbeitet sie beim Bayerischen Rundfunk. Veröffentlichte vier Romane, zahlreiche Kurzgeschichten und war lange Jahre als Autorin etlicher Radio-Kolumnen im Zündfunk auf Bayern 2 zu hören.

Presse: LT Artikel >>


Vorschau Montag, 26. Mai: (Baustelle Kunst V) „Kunsthandwerk und Utopie- zu Leben und Schaffen von William Morris“. Durch den Abend führen der Philosoph u. Kunsthistoriker Dr. José Maria Duran (Berlin) u. der Historiker Dr. Jan Hoff (Diessen
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Montag,  31.März 2014  um 20 Uhr im  Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen

„Nach New York! Nach New York!”

Katja Huber stellt ihren neuen Roman vor.Wie ein Feuerball stürzt am 6. Mai 1937 die „Hindenburg“ kurz vor ihrer Landung aus knapp hundert Metern Höhe in Lakehurst nahe New York auf den Boden. Sechsunddreißig Menschen sterben in diesem Inferno, zweiundsechzig überleben. Darunter eine junge Frau, die wenige Wochen zuvor in Bayern sich aus ihrer Beziehung in eine Affäre mit einem hohen Militär stiehlt und sich auf ein Abenteuer einlässt, das so ganz anders endetals erwartet.Zwei Generationen später macht eine andere junge Frau, Enkelin der ersten, sich auf nach New York, um für ein Buch über das Leben jüdischer Immigranten in dieser Stadt zu recherchieren. Vieles ist geschehen in diesen wenigen Jahrzehnten.New York, Sehnsuchtsort und Bühne, Oskar Maria Graf tritt dort genauso auf wie auch tschechowsche Figuren mit ihren Träumen, die selbst nach ihrer Erfüllung unerfüllt bleiben, Gefühle, stadtneurotische gewiss, wir sindja in New York, bestimmt vom urbanen Wahnsinn und vom pathologischenHumor, mit dem Woody Allen der Stadt, ihren Bewohnern, sich selbst den Spiegel vorhält. Dazwischen immer wieder geheimnisvoll souverän, die Stimme jener jungen Frau, die einst die Flammen der „Hindenburg“ überlebte und nun das Glück ihrer Enkelin beflügeln will und sehr genau weiß, was sie will....Katja Huber, 1971 geboren, in DDiessen aufgewachsen, studierte Slawistische Philologie und Politische Wissenschaften in München und Wolgograd. Seit 1996 arbeitet sie beim Bayerischen Rundfunk.
„Nach NewYork! Nach New York” ist ihr vierter Roman.Katja Huber, „Nach New York! Nach New York!”, secession verlag, Zürich Berlin 2014

ein erfrischender Abend mit Katja Huber
Foto co Foresti

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Montag,  24. Februar 2014  um 20 Uhr im  Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen

 
Alexandra Cavelius „Der Staatszirkus-eine sati(e)rische Schulgeschichte“ - Lesung gemeinsam mit der Schauspielerin Mirjam Kendler

Es geht um nichts Geringeres als um unsere Schule. Die alle angeht. Eltern mit Schulkindern oft zu ihrem Erstaunen  mit Hetze, Stress, mangelnder Demokratie konfrontiert, sie wie selbstverständlich zu Hilfslehrern der Nation ernennen will, ganze Familien tagtäglich zur Verzweiflung bringt. „Der Staatszirkus“ will auf witzige Weise Mut machen, den Glauben an ein humanes Bildungssystem nicht zu verlieren,  dass Schule nicht Angst machen muss, man sie sich als einen Ort vorstellen kann, an dem Kinder Zeit und Lust zum Lernen haben. Eine schulgeschädigte Mutter – in dieser Geschichte heißt sie Claudia - wacht eines morgens in der Psychiatrie auf, voller Schuldkomplexe erinnert sie sich, dass ihre älteste Tochter im G8-Gymnasium „rotiert“, ihr Sohn vor dem Übertritt steht, bei dem die Note 3 eine Katastrophe ist, und die Kleinste im Kindergarten auffällig ist. Claudia erinnert sich, dass sie zuletzt, um die von ihr geforderten Leistungen zu erbringen, sich angewöhnt hatte, die ADHS-Pillen ihrer Jüngsten zu schlucken....Doch ihr Leben nimmt eine überraschende Wendung, als sie eines Tages eine Tiergeschichte der etwas anderen Art in ihrem Briefkasten findet.........

„Das Buch sollte nicht nur Pflichtlektüre für Eltern und Großeltern werden, sondern vor allem den Bildungspolitikern empfohlen werden, die bei ihren Beschlüssen und Entscheidungen zu wenig auf die Bedürfnisse unserer Kinder achten (Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer-und Lehrerinnenverbands).
Alexandra Cavelius, Autorin und Mutter zweier Kinder, veröffentlichte mehrere Bücher, u.a. im Heyne Verlag ( „Die Himmelsstürmerin – Chinas Staatsfeindin Nr. 1 berichtet“), bei Ullstein( „Leila, ein bosnisches Mädchen“). „Der Staatszirkus“ ist im acumine Verlag erschienen.
Mirjam Kendler, Schauspielerin und Sprecherin, von 1997-2000 Engagement am Südostbayerischen Städtetheater Landshut, seitdem Auftritte bei vielen freien Theater- projekten wie dem Kulturmobil, dem Theater auf Tour, in der Musikhalle Hamburg u.a. Wirkte bei Film und Fernsehen in vielen Rollen mit. Synchronsprecherin.


Vorschau: Am Montag, 31. März stellt Katja Huber ihren neuen Roman „Nach New York! Nach New York“ vor.

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Montag, 27. Januar 2014 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Martin Rasper und Claus-Peter Lieckfeld
„Bienen in der Stadt, Gemüse auf dem Dach – warum Urban Gardening politisch ist und was das mit unserer Zukunft zu tun hat“

Den ersten Abend im neuen Jahr in der Reihe der „Letzten Montage“ bestreiten Martin Rasper, der Autor des Buches „Vom Gärtnern in der Stadt – die neue Landlust zwischen Beton und Asphalt“ und der Wissenschaftsjournalist Claus Peter Lieckfeld, der ein kleines Co-Referat zum Thema „Urban Bee-Keeping“ beisteuert, also das Stadt-Imkern und die Bienenproblematik anspricht. Das Thema hat vielfältige Aspekte: Was passiert da gerade in den Städten, warum gärtnern dort immer mehr Menschen  in grob gezimmerten Hochbeeten, in Plastikkisten oder -säcken, auf Hochhäusern oder auf Brachflächen. Ist es das archaische Vergnügen, zu pflanzen und zu säen und einen Teil ihrer Nahrung selbst zu erzeugen? Was ist überhaupt ein Garten, und warum wird der Garten gerade neu definiert - warum ist Gärtnern politisch- wer vernichtet die Sortenvielfalt und warum ist dies ein immenser kultureller Verlust?  Warum sollten wir uns darum  kümmern? Das Zitat Albert Einsteins „Zuerst sterben die Bienen, dann die Menschen“ hat an Brisanz nichts verloren. Rasper und Lieckfeld beleuchten die Probleme, erzählen von der tiefen Verwurzelung des Gartens in unserer Kultur, von der bedrohten Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten, vom Garten als Ökosystem.......
    
 Martin Rasper, in Brüssel geboren, im Taunus aufgewachsen, in München studiert, in Westberlin sozialisiert, als Geologe in Südafrika und Anatolien, als Aussteiger in Oberbayern und im costaricanischen Regenwald, Buchredakteur, Drehbuchlektor, Redakteur bei natur, Kolumnist bei du und Autor für diverse Presseerzeugnisse.Claus-Peter Lieckfeld, Wissenschaftsjournalist und Autor,  seit den Gründertagen der Zeitschrift Natur, Horst Sterns Umweltmagazin, dem Themenbereich Umwelt und Natur verhaftet. Er schreibt für Geo, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Merian u. a.. Autor zahlreicher Sachbücher und historischer Romane.
Martin Rasper: „Vom Gärtnern in der Stadt- Die neue Landlust zwischen Beton und Asphalt“, oekom verlag München, 2012, ISBN- 13:978-3-86581-183-7
    

Presse: LT Artikel >>

Von Bienen und Menschen (interessanter Artikel)

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Montag, 25. November  2013  um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Baustelle Kunst ( IV)

Thomas Weil
Ist ornamentale Gestaltung nichts anderes als gestaltete Ordnung?- Aha-Erlebnis Ornament!

Ordnung ist das Schlüsselwort zum Ornamentalen. Ornamentale Gestaltung begleitet uns ständig und überall: in der Musik, im Tanz, in der Dichtung, in der Architektur, in Design und in der bildenden Kunst. Letztere drei sind Thomas Weils Schwerpunkte an diesem Abend. Dabei unterscheidet er drei Ebenen: die primäre Ebene mit der Fragestellung: Welche Art von Ornament haben wir vor uns? Geometrisches, florales oder minimalisti- sches Ornament? Die sekundäre Ebene: Welches Ordnungssystem liegt zu Grunde? Streifige, rechteckige, dreieckige oder freie Anordnung? Die dritte Ebene: Wie ist das Ordnungssystem dargestellt? Punktförmig, linear, flächig oder unscharf?
Mit dem durch diese Kriterien geschärften Blick  zeigt Weil internationale Beispiele und analysiert sie. Und garantiert, dass keine graue, seelenlose Theorie ausgewalzt wird. Er verspricht uns ein Aha-Erlebnis, wenn wir merken, wie vertraut wir alle mit dem Phänomen Ornament sind und wie wir permanent ornamentalen Ordnungen unbewusst folgen. Sehnsüchte und Wünsche nach Farbe und Emotion kommen an diesem Abend nicht zu kurz.
Thomas Weil hat sich seit 40 Jahren auf das Thema Ornament spezialisiert und arbeitet als Künstler, Architekt und Dozent im bayerischen Friedberg bei Augsburg.

Nach dem Abitur Architekturstudium an der TUM, Mitarbeit am Olympischen Dorf München, dem Ismaili Center in London und der neuen Stadt Shustar im Iran. Ab 1976 eigenes Atelier. 1985 Dozent an der Akademie in Kairo für islamisches Ornament. Seit 1986 bearbeitet Thomas Weil das Ornament als eigenständige Kunstform, ab 1996 besteht ornamentconcepts mit den Schwerpunkten Kunst am Bau, autonome Werke und Veröffentlichungen. 2004 erscheint das Buch: Ornament in Architektur, Kunst und Design, Callwey Verlag München mit Schwerpunkt geometrisches Ornament, z. Zt. entsteht ein Buch über florales und minimalistisches Ornament.

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Baustelle Kunst ( III )

Montag, 28. Oktober

Dr. Hajo Düchting, Wer hat Angst vor Rot, Gelb und Blau?

Warum begehen Menschen Attentate auf Bilder? Und was bewegte den Attentäter, ein Bild von Barnett Newman zu attackieren, das nur 3 Farben zeigte: Rot, Gelb und Blau? Dass Farben eine oft sehr beträchtliche Wirkung auf den Menschen haben können, wusste man schon in älteren Zeiten. Farben waren nie nur farbige Stäube, die man mit Bindemitteln zu einem Farbbrei vermischte. Sie waren Symbolträger für die unterschied- lichsten Ideen und Emotionen. Davon sprechen die prachtvollen Rot-Grün-Kontraste in Jan van Eycks Arnolfini-Hochzeit (1434) wie auch die rot-gelbe Aureole im Isenheimer Altar von Grünewald(1515). Mit zunehmend subjektivem Einsatz der Farbe setzte auch die vermehrte theoretische und philosophische Beschäftigung mit diesem Medium ein. Grundlegend ist hier Goethes Farbenlehre, aber auch Runges „Farben-Kugel“. Auf dieser Basis entstehen neue Bilder, welche die Farben spirituell und psycholo- gisch interpretieren(Kandinsky, Klee, Itten). Schließlich löst sich die Farbe ganz vom Gegenstand, wird autonom und rein verwendet – wie bei Barnett Newman, wo sie als „Konfrontation mit dem Erhabenen“ ihre für manche Zeitgenossen unheimliche Macht auf den Betrachter ausübt.

 

Bücher von Hajo Düchting >>__________________________________________________________________________________________________________

Montag, 30. September   2013  um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Nachdem am ersten Abend der Reihe „Baustelle Kunst“ Dr. Thomas Raff die Frage stellte, wer Mona Lisa war, fragt sich Gensbaur etwas anderes....

 

Baustelle Kunst ( II)

Martin Gensbaur
„Muß man das malen?“ Die Malerei und ihr Gegenstand

„Muß man das malen? Im Jahr 2013 gehört solch eine Frage für einen Maler zum Alltag. Das, was Gensbaur  malt, entsteht in Oberbayern und in der südlichen Toskana. Klischeealarm? Gensbaur wählt Motive, die solch eine Idee nicht ernsthaft aufkommen lassen. In seinem Vortrag geht er der Frage nach den Inhalten der zeitgenössischen Malerei nach. Wozu soll man im Zeitalter digitaler Fotografie überhaupt noch malen? Gibt es einen Gegenstand nach der Gegenstandslosigkeit?

Martin Gensbaur ist 1958 in München geboren. Von 1977 bis 1983 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 1982 unterrichtet er und bildet seit 1997 gymnasiale Kunstlehrer aus. Seit 1981 viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Der Künstler und Kunstlehrer lebt und arbeitet in Diessen.

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Montag, 29. Juli   2013  um 20 Uhr im Club 1516 (im Gebäude des Autohauses Hart /Renault) in der Fritz-Winter-Straße 44 in Diessen

Live im Club 1516
„Feeding A Dead Horse”
- ein Abend mit der Popband Dear Henry Bliss

Henry Bliss, das erste Opfer eines Autounfalls in der westlichen Hemisphäre, starb am 14. September 1899. Dass dieser Mann noch nicht im Dunkel des Vergessens versunken ist, verdanken wir der Band „Dear Henry Bliss“ aus München/Berlin, die ihn in ihrem Namen trägt. Ihre Songs zwischen Folk, Country und Indie-Pop sind bevölkert von gebeutelten Figuren, von Freaks aller Art, erzählen Geschichten vom Scheitern. Trost findet sich jedoch immer in der Musik – im romantischen, trotzigen Aufbegehren gegen Resignation und Verzweiflung, wie man es vom Blues kennt.
Im März erschien ihr neues Album „Feeding a dead horse“, über das die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Stärker als auf den beiden Vorgängeralben („Long way round“ und „Went down to see the cuckoo“) kommen Country- Einflüsse zum Tragen. Aber nicht in jener schlagerartigen Auslegung Nashvilles, sondern als eine Countryvariante der Rolling Stones. Solcher Country hat den Blues. Und er rockt, wenn es darauf ankommt.“ 

Dear Hernry Bliss sind:
Hannah Permanetter- Gesang, Gitarre;
Frank Porzky – Gitarre, Gesang;
Daniel Permanetter- Bass, Bluesharp, Gesang;
Marc Boysen-Schlagzeug, Gesang.

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Vorschau: Montag, 30. September Baustelle Kunst (II) Martin Gensbaur „Muß man das malen? - Die Malerei und ihr Gegenstand

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Montag, 24. Juni   2013  um 20 Uhr im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen
 
Baustelle Kunst ( I)
 
 Dr. Thomas Raff: Wer war Mona Lisa?

Eine Medici-Geliebte, ein verkapptes Selbstporträt Leonardos, ein als Frau verkleideter Mann, ein Idealbild? Thomas Raff berichtet von neuesten Forschungen und erläutert, welche Fragen man stellen, welchen Quellen man trauen kann, warum wir das Gemälde überhaupt „Mona Lisa“ nennen. Und wozu es nützlich sein kann zu wissen, wer Leonardo für dieses Bild Modell stand.

Mit diesem Abend beginnt die Reihe „Baustelle Kunst“. In den kommenden Monaten werden unter anderen der Maler Martin Gensbaur, der Maler und Kunsthistoriker Dr. Hajo Düchting und der Maler und Architekt  Thomas Weil einen Blick auf  einige ihrer persönlichen Leidenschaften innerhalb ihres Genres werfen.

Professor Thomas Raff studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Europäische Ethnologie (Volkskunde).Er habilitierte an der Universität Augsburg. 1993 – 1996 Lehrstuhlvertretung, 1996 – 2009 außerplanmäßiger Professor. Raff ist Autor bzw. Herausgeber zahlreicher Bücher. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Materialikonologie, also die Frage, ob die Materialien(Werkstoffe) in der älteren Kunst ähnlich wie in der Moderne (Beuys, Abramovic) zur Aussage der Kunstwerke beitragen. Weitere Schwerpunkte von ihm sind der „Simplicissimus“ und Th.Th. Heine sowie Franz von Stuck. Durch seine Biografie begründet – er ist seit langem Vorsitzender des Diessener Heimatvereins- hat er über Diessen viel Material gesammelt und etliches veröffentlicht und ist so zu einem Experten der Geschichte des Ortes geworden.

Vorschau Montag, 29. Juli „Feeding a dead horse“, Konzert der Gruppe „Dear Henry Bliss“(Berlin/München). Montag, 30.September Baustelle Kunst(II) Martin Gensbaur: „Muss man das malen?“ Die Malerei und ihr Gegenstand“

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Goys Letzte Montage - Vorankündigung.

(jeweils um 20 Uhr im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen )

Am Montag, 24. Juni startet im Rahmen der „Letzten Montage“ eine Reihe, die sich „Baustelle Kunst“ nennt.
Kunsthistoriker und Künstler werden in den folgenden Monaten über Themen sprechen, in denen sich ihr leidenschaftliches, besonderes Verhältnis zu ihrem Sujet auf unverwechselbare Weise manifestiert, im stillen Durchdrungensein genauso wie im Brennen für eine Sache, in kunsthistorischer Chuzpe wie in einer fröhlichen Skepsis, in überraschenden Thesen wie in soliden Fakten.
Den Anfang macht Dr. Thomas Raff, dann folgen Martin Gensbaur, Dr. Hajo Düchting und Thomas Weil. (Eine Verlängerung der Reihe ist möglich)

Baustelle Kunst ( I )
Montag, 24. Juni
Dr. Thomas Raff
Wer war „Mona Lisa“?


Eine Medici-Geliebte, ein verkapptes Selbstporträt Leonardos, ein als Frau verkleideter Mann, ein Idealbild? Raff berichtet von neuesten Forschungen und erläutert, welche Fragen man stellen, welchen Quellen man trauen kann, warum wir das Gemälde überhaupt „Mona Lisa“ nennen. Und wozu es nützlich sein kann zu wissen, wer Leonardo für dieses Bild Modell stand. Wer war „Mona Lisa“?  Ein Thema, das man  als abgearbeitet wähnte, entpuppt sich als überaus spannend.

Baustelle Kunst (II)
Montag, 30. September
Martin Gensbaur
„Muß man das malen? – Die Malerei und ihr Gegenstand!


„Muß man das denn malen?“ Für einen Maler gehört im Jahr 2013 solch eine Frage zum Alltag. Gensbaurs Bilder entstehen in Oberbayern und in der  südlichen Toskana. Da denkt
man zunächst unwillkürlich an Klischees. Doch Gensbaur wählt Motive, die solche Gedanken erst gar nicht aufkommen lassen. In seinem Vortrag geht er der Frage nach den Inhalten der zeitgenössischen Malerei nach. Wozu soll man im Zeitalter digitaler Fotografie überhaupt noch malen? Gibt es einen Gegenstand nach der Gegenstandslosigkeit?

Baustelle Kunst ( III )
Montag, 28. Oktober
Dr. Hajo Düchting
„Farbgeschichten“ – ein Abend rund um Farbe und Farben

Baustelle Kunst ( IV )

Thomas Weil

Dazwischen am Montag, 29. Juli
ein Konzert der Gruppe „Dear Henry Bliss“ (Berlin/München)

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Montag, 29. April  2013 um 20 Uhr
im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Schräg vorbei an zwei Hydranten - ein satirisch-musikalischer Abend*
mit Rudolf Anton Fichtl & Gerhard Abe-Graf

Getreu dem Leitspruch Christian Morgensterns „Humor ist äußerste Freiheit des Geistes“ lässt Rudolf Anton Fichtl in seinen mit klassischer Diskretion vorgetragenen pointenreichen Versen, Wortspielereien und Skurrilitäten einen heiteren Mikrokosmos entstehen, der auf das Köstlichste mit den brillant dargebotenen Klavierminiaturen des Konzertpianisten Gerhard Abe-Graf harmoniert.

Rudolf Anton Fichtl: Autor und Rezitator von Satire-, Grotesk- und
Nonsensgedicht
500.000ster Besucher der Bundesgartenschau
Cottbus 1995  
Gerhard Abe-Graf:  Musikgymnasium Regensburger Domspatze
 (Klavier, Gesang)
Klaviermeisterschüler Christiane Jacott/ Konservatorium Genf
Konzertexamen im Fach Cembalo
Solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit als Pianist, Cembalist und Generalbassspieler in verschiedenen Orchestern      

*Das Publikum kann sich auf einen Abend voll musikalischer und  rezitatorischer Leckerbissen freuen.

Internet >>_

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Montag, 25. März 2013 um 20 Uhr


Björn Bicker stellt seinen neuen Roman* vor
-vorab ein Gespräch mit der Autorin und Kulturjournalistin Katja Huber

Elisabeth ist Schauspielerin an einem renommierten Theater. Mit ihrem Mann lebt sie das, was man ein erfolgreiches Leben nennt. Bis ein Fremder in ihr Leben tritt und behauptet, ihr Bruder zu sein. Er zeigt ihr ein Foto: ihren Vater und seine Mutter während der Olympischen Spiele in München 1972. Elisabeths Geburtsjahr und seines. Da seine Mutter gestorben sei, wolle er von Elisabeth möglichst alles über seinen Vater wissen. Dem nicht unproblematischen Vater, wie Elisabeth andeutet und dann ihrem Bruder einen Brief schreibt, worin sie ein Leben im frostigen Schlagschatten der deutschen Geschichte schildert, einem Leben, das an ihr klebt wie eine zweite Haut. Und dann landet sie in Vaters Geburtsstadt, die in jenem doppelt untergegangenen Land liegt, in dem für sie Vergangenheit, Gegenwart, Fiktion und Realität verschmelzen und die echten und die erfundenen Gespenster der deutschen Geschichte auftauchen: das Politische, das Private, die Liebe, der Hass, Betrug und Wahrheit, das Theater und die Wirklichkeit. Und wie sich eines im anderen verstrickt. Über Generationen hinweg.
Björn Bicker wurde 1972 in Koblenz geboren. Er studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Allgemeine Rhetorik. Danach war er Dramaturg am Wiener Burgtheater. Von 2001 bis 2009 Dramaturg bei Frank Baumbauer an den Münchener Kammerspielen. Dort künstlerischer Leiter und Miterfinder diverser Stadtprojekte wie BUNNYHILL 1+2, DOING IDENTITY-BASTARD MÜNCHEN; ILLEGAL, HAUPTSCHULE DER FREIHEIT. Bicker schreibt Theaterstücke für verschiedene Bühnen, Hörspiele und Prosa. Außerdem hat er Lehraufträge für Dramaturgie und Szenisches Schreiben an verschiedenen Hochschulen: Otto-Falckenberg-Schule in München, Bayerische Theaterakademie August Everding, Theaterakademie Ludwigsburg, Hochschule für Darstellende Kunst Zürich. Seit September 2009 arbeitet er als freier Autor, Dramaturg, Kurator, Regisseur. Und lebt in München

*Björn Bicker, Was wir erben, Verlag Antje Kunstmann, München 2013
ISBN 3-88897-818-
1

 

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Montag, 28. Januar  2013  um 20 Uhr
im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Die Asyl-Monologe, Dokumentarisches Theater der Bühne für Menschenrechte

Die Asyl-Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, von Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und  von Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahende entscheidet und einem Sohn und einer Tochter das Leben schenkt.
Die Asyl-Monologe erzählen von Schritten hin zur Gerechtigkeit, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ‚norma- len’ Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem darstellen, sondern vor allem Geschichten von Trennungslinien und Koalitionen, von Feigheit und Mut, von Konflikten und Solidarität sind. Kurzum: die Asylmonologe erzählen jene Dramen, die stattfinden, wenn verschiedene Lebens- wege sich unter besonderen Umständen  zu berühren beginnen und Menschen schließ- lich „unfähig wurden, ein unengagiertes oder aufgeschobenes Leben zu führen“ (Edward Said).
Die Asyl-Monologe (Regie Michael Ruf) sind eine Produktion der Berliner Bühne für Menschenrechte, die bundesweit ein Netzwerk an SchauspielerInnen und MusikerInnen aufbaut, die in ihrer jeweiligen Region Lesungen anbieten. Vorbild für das Projekt waren die Actors for Human Rights aus Großbritannien, die seit 2006 zehn dokumentarische Theaterstücke vor Zehntausenden von Leuten aufgeführt haben, woran  über 600 professionelle Schauspieler beteiligt waren. In Deutschland sind es immerhin schon mehrer Dutzend Künstler. Die Bühne für Menschenrechte ist Preisträger  2011 des Wettbewerbs Aktiv für Demokratie und Toleranz der Bundes-. zentrale für politische Bildung. Professor Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Berlin, in seiner Laudatio auf die Asylmonologe: „Wir halten es für ein sehr wichtiges Projekt, Asylbewerbern wieder ihre Würde, ihnen wieder ein Gesicht zu geben.“
Die Schauspieler des Abends in Diessen sind Mirjam Kendler,( dreijähriges Engagement am Stadttheater Landshut, freie Theaterproduktionen, Stelzentheater, Arbeit als Sprecherin etc.) ; Konstantin Moreth ( in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, z.B. „Um Himmels Willen“, „Tatort“, „Soko“. Arbeit an verschiedenen Theatern als Schauspieler und Regisseur, u. a. Metropoltheater , Prinzregententheater, Modernes Theater, Theaterlust ( alle München);  Stefan Evertz( Studium der Germanistik, Journalistik u. Psychologie, zahlreiche Engagements an Theaterbühnen und bei Film und Fernsehen)

Internet

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Montag, 26. November  2012  um 20 Uhr

im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Nachherbst einer Königin – Barbara König (1925 – 2011)

Professor Bernd Goldmann, Dr. Peter Becher und Elisabeth Günther lassen Leben und Werk einer Dichterin aufleben, die von 1958 bis zu ihrem Tod in Diessen zuhause war.
Die 1925 in Nordböhmen geborene Barbara König erfuhr viele Ehrungen, u. a. war sie Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Mitglied des P.E.N., etliche Jahre Vizepräsidentin der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Eine der raren Frauen bei der Gruppe 47, deren Gründer Hans Werner Richter ihr ein guter Freund wurde, der im Hause Mayer-König in der Diessener Brunnenstraße aus und ein ging (B.K. „Hans Werner Richter – Notizen einer Freundschaft“).
Ihre Romane beschäftigen sich mit dem Fremdsein des Individuums in der auf Konventionen achtenden Gesellschaft, wobei das Individuum gerade nicht als „unteilbare Einheit“, sondern als sich aufspaltende „Personenperson“ geschildert wird. Die Sprache von B.K. ist ein tänzelndes Parlando, gespickt mit Elementen der Umgangssprache und der direkten Rede, assoziationsreich, gelegentlich auch ironisch und sarkastisch. Oft sind Sprache und Handlung doppelbödig.
Bücher: Barbara König, Hans Werner Richter. Notizen einer Freundschaft,1997 Carl Hanser Verlag München. „Das Kind und sein Schatten“ (1958), „Kies“ (1961), „Die Personenperson“ (1965) „Schöner Tag, dieser 13.“ (1973) „Der Beschenkte“ (1980). Stellvertretend für ihre Essays: „Die Wichtigkeit, ein Fremder zu sein. Der Schriftsteller und die Distanz“ (1979).
Professor Bernd Goldmann, Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Träger des E.T.A.-Hoffmann -Preises (Kulturpreis der Stadt Bamberg). War langjähriger Direktor des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg. Initiator für Kunst im Öffentlichen Raum in Bamberg.
Peter Becher, Literaturhistoriker und Schriftsteller, Geschäftsführer des Adalbert-Stifter-Vereins, Mitglied des tschechischen PEN-Clubs. Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Veröffentlichungen: u.a. Adalbert Stifter. Sehnsucht nach Harmonie. Eine Biografie. Regensburg 2005; „Nachtflug. Ein Roman. Passau 2009; « Der Löwe vom Vysehrad. Essays, Feuilletons. Reden.  Passau 2012
Elisabeth Günther, Schauspielerin, jüngst in  „Gefährliche Liebschaften“ auf der Bühne.

 

BARBARA KÖNIG, 2008, Foto co Annunciata Foresti

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Montag, 29. Oktober 2012  um 20 Uhr im Atelier von Christian Tobin in Riederau,  Seiboldstr. 41c

( von Diessen aus am nördlichen Ortsausgang auf der rechten Seite, kurz nach dem Getränkemarkt)

 

Atelierbesuch bei Christian Tobin
 – der Bildhauer stellt  seine neuesten Arbeiten vor, im besonderen seine monumentale Brunnenskulptur, die seit kurzem zum neuen Wahrzeichen  der türkischen Millionenstadt Bursa wurde

Mit dem weltweit ersten Kugelbrunnen auf der IGA in München wendet sich der Bildhauer Christian Tobin 1983 kinetischen Steinskulpturen zu. Die zwei- oder mehrteiligen  Skulpturen weisen Flächenpaare auf, die konvexe Form des oberen Steines ruht dabei in einer entsprechenden konkaven Vertiefung der Basis. Die „Gelenkflächen“ sind genau berechnet und mit extrem großer Präzision bearbeitet. Durch Wasserdruck wird das „schwimmende“  Segment frei beweglich, gezielte Anströmung bewirkt unterschiedliche Geschwindigkeiten und Bewegungstypen. Neben die räumlich-bildhauerischen Maße tritt – sozusagen als vierte Dimension – die Bewegung, der Rhythmus und damit die Zeit. Ausgehend von den schwimmenden Steinkugeln entstanden seit 1984  kinetische Skulpturen im öffentlichen Raum in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Holland, Finnland, Belgien, Spanien, USA, England, Korea, Japan und jetzt auch in der Türkei. In der er jüngst in der Stadt Bursa eine Installation schuf, die aus zwei ungefähr sechs Meter hohen, zum Teil beweglichen Skulpturen besteht, die die beiden Schattentheaterfiguren Karagöz und Hacivat symbolisieren. Fünf Monate Arbeit in einer extra erstellten Halle ermöglichten das Entstehen des neuen Wahrzeichens der Stadt Bursa, einer 40 bis 50 Tonnen schweren Brunnenskulptur. Wieder einmal hat der meisterliche Christian Tobin  Steine zum Tanzen gebracht.

Vorschau: Am Montag, 26. November Nachherbst einer Königin –Barbara König (1925-2011). Prof. Bernd Goldmann, Dr. Peter Becher und Elisabeth Günther lassen Leben und Werk einer Dichterin aufleben, die von 1958 bis zu ihrem Tod in Diessen zuhause war.

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Montag, 30. Juli  2012  um 20 Uhr
im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

Der AmmerLechTaler und die Utopie des Silvio Gesell-
ein polemischer Einwurf von Peter Bierl

Seit einigen Jahren gibt es den AmmerLechTaler, mit dem man in etlichen Geschäften anstelle des Euro einkaufen kann. Damit werde das Gemeinwohl gefördert, die Kaufkraft in der Region gehalten und Arbeitsplätze würden geschaffen, sagen die Initiatoren. Gibt es dafür Anhaltspunkte? Der Umsatz in AmmerLechTaler jedenfalls bewegt sich im Bereich des kaum Messbaren.
Peter Bierl: „Der AmmerLechTaler basiert wie andere Regionalwährungen auf einer Heilslehre, wie sie sich in Krisenzeiten gerne verbreiten. Ihr Erfinder, der Kaufmann Silvio Gesell(1862 – 1930) behauptete, alle Übel dieser Welt seien darauf zurückzuführen, dass Geldbesitzer Zinsen erpressen. Um das zu verhindern, wollte er Schwundgeld ausgeben, das in regelmäßigen Abständen abgewertet wird, so wie auch der AmmerLech- Taler im Vierteljahr zwei Prozent seines Wertes verliert. Diese Lehre ist unsinnig, weil Geld weder wertbeständig ist- meist haben wir Inflation – noch in einem solchen Ausmaß zuhause gehortet wird, dass dadurch Krisen ausgelöst würden. Gesells Ideen passen zu den gängigen, aber falschen Erklärungen der aktuellen Wirtschaftskrise als dem vermeintlichen Werk böser Banker und Spekulanten und sind brandgefährlich. Denn Gesells Lehre ist anfällig für antisemitische Interpretationen und der Mann war ein rabiater Sozialdarwinist...“
Der Journalist und Autor Peter Bierl wird in seinem Vortrag die ökonomischen und politischen Aspekte der Lehre Gesells kritisch hinterfragen.

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Montag, 25. Juni  2012  um 20 Uhr

MINA KINDL – DIE KUNST DES SYNCHRONISIERENS

Nachdem wir bei den „Letzten Montagen“  schon Einblick in die Arbeit eines Filmmusik-Komponisten ( Oli Biehler ) nehmen konnten, geht es im Juni um das Synchronisieren von Filmen. Auf diesem Gebiet ist Mina Kindl eine der Großen, die mit vielen Größen zusammengearbeitet hat und deren jetziger Synchronarbeit verantwortungsvolle Tätigkeiten in anderen Bereichen der Filmbranche vorangingen. Script, Regieassistenz, Standfo- tografie, Verleih und Produktionspresse, Pressebetreuung auf Filmfestivals - in Cannes u. a. für Jim Jarmusch, Wim Wenders und Werner Herzog,  in Berlin u. a. für Jean-Luc Godard und Federico Fellini. Außerdem war sie Pressechefin der Festivals in Hof, Berlin und Rotterdam.
Einige ihrer Synchronisationsarbeiten, bei denen sie sich immer den Filmemachern und ihren Werken verpflichtet fühlte, und die sie persönlich in enger Zusammenarbeit mit ihrem erfahrenen Team vom ersten Wort bis zur Endmischung betreute:
„Alles über meine Mutter“ von Pedro Almadóvar; “Auf Wiedersehen Kinder“ von Louis Malle, „Blue Velvet“ von David Lynch; „Gothic“ von Ken Russell; „Le Havre“ von Aki Kaurismäki; „Das Meer in mir“ von Alejandro Amenábar.........
Die Schauspielerin Elisabeth Günther, die viel mit Kindl arbeitete und u. a. auch schon Juliette Binoches deutsche Stimme war, wird zu diesem Abend beitragen.
Mina Kindl, einige Semester Psychologie und Literatur, kurze Zeit Lehrerin, dann Einstieg in die Filmbranche. Dort nach verschiedensten Tätigkeiten beim Synchronisieren gelandet. Erhielt für „Das Meer in mir“ den „Deutschen Synchronpreis für beste Regie 2006

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Ausnahmsweise am vorletzten Montag, 21. Mai  2012 um 20 Uhr im Gasthof Maurerhansl in der Johannisstr. 7 in Diessen

DAGOBERT*****


Seine Musik ist weder Schlager noch Volksmusik, auch kein reiner Synthie-Pop. Sie ist einfach eine, die in keine Schublade passt. Pathos ohne Kitsch ist die Formel für die Lieder, die in der Einsamkeit der Schweizer Berge entstanden sind. Mit Dagobert, ihrem Schöpfer, ist ein neuer Pop-Poet im deutschsprachigen Raum geboren worden. Seine liebestrunkenen Lieder handeln voller Hingabe von großen Gefühlen. Während andere an der Gesellschaft leiden, leidet er an der Liebe. Sie ist sein Thema, zu ihr hat er etwas zu sagen. Nie weinerlich, immer auch mit einem Gran Humor, einem Schuss raffinierter Naivität. Leiden wird verkörpert, Zweifel und Sehnsüchte werden auf den Punkt gebracht. Jeden Tag ein neues Liebeslied, das ist Dagoberts Ziel. Ob es die Angebetete gibt, die er immer wieder ansingt, bleibt dabei sein Geheimnis.
Nach der Schule entschließt sich Dagobert, endlich etwas zu tun, das ihm Spaß macht. Und Spaß zu haben, hieß in seinem Falle Musik zu machen. Was er an den verschiedensten Instrumenten ausprobierte. Dann ein einschneidender Schritt. Ohne Telefon und Internet in einer Hütte in einem Schweizer Bergdorf. Aus geplanten drei Wochen werden fünf Jahre, in denen über 100 Lieder entstehen. In denen er auch Grenzerfahrungen macht, tagelang ohne Essen in den Bergen unterwegs ist. „Die körperlichen Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe, waren intensiver als jeder Drogenrausch.“ Seit dieser Zeit weiß er, dass er nicht viel zum Leben braucht. Inzwischen lebt er spartanisch auf engstem Raum in der Metropole Berlin. Und geht mit seinen Songs an die Öffentlichkeit. Einen Plattenvertrag, der ihm vor Jahren angeboten wurde und den er ausschlug, weil er sich nicht verbiegen wollte, wird er unter neuen, anderen Bedingungen womöglich bald unterschreiben.
Für den begeisterungsfähigen Veranstalter der „Letzten Montage“ ist Dagobert***** in seiner Authentizität ein Vier- bis Fünf-Sterne-Künstler.

Dagobert bei .youtube>> ansehen, LT Artikel>>

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„Roman Bunka verbindet mit seinem märchenhaften Solo auf der arabischen Laute alle Völker und Kulturen.“  (Magazin „Stereo“)

Montag, 30. April  2012  um 20 Uhr


 „ ...von neuen Boten und gewaltigen Zeiten“ -

ein Abend mit Text und Musik von Egon Günther und Roman Bunka


  Egon Günther liest Texte aus mehreren im Peter Engstler Verlag erschienenen Bändchen und einem weiteren, demnächst erscheinenden Band, wobei es um Epiphanien im Alltag geht, um Widmungen und Hommagen an lebende wie tote Dichter wie Robinson Jeffers , Will Staple, Jack Hirschman, Erich Mühsam und andere. Und um beiläufige, meist sehr präzise und kluge Wahrnehmungen in Feld und Flur, auf Schiene und Straße....
Günther, 1953 in München geboren, lebt seit 26 Jahren am Ammersee. Handwerker, Maler, Lyriker, Übersetzer, Essayist, Herausgeber, zuletzt von: Hilde Kramer: Rebellin in München, Moskau, Berlin. Autobiografisches Fragment 1900-1924. BasisDruck Verlag.


Roman Bunka ist einer der profiliertesten Oud-Spieler und Gitarristen Europas, seine langjährige Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Sänger Mohamed Mounir machten ihn auch in der arabischen Welt populär. Er konzertierte als Solist mit eigenen Ensembles in Europa und den arabischen Ländern in Kairo, Tunis, Damaskus und Beirut. Für den Kinofilm „Al-Oud“, die Geschichte der Oud, übernahm er die musikalische Leitung und als Komponist für Filmmusik arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Heiner Stadler, Fritz Baumann und Doris Dörrie. Spürbar in der orientalischen Tradition verwurzelt ist sein Spiel, seine Lehrmeister sind arabische Musiker, an erster Stelle der ägyptische Geiger Abdu Dagir. Er transformiert deren Klangempfinden selbstbewusst hinüber zu vielen Strömungen der Welt der Musik, lässt Tango und ChaChaCha einfließen oder die Saiten seiner „Oud“ zu einem Blues schwingen. Da erntet er die Früchte seiner musikalischen Begegnungen mit großen Virtuosen wie Tomatito, Charlie Mariano, Mal Waldron, Malachi Favors oder Trilok Gurtu, seine Tango-Experimente mit Luis Borda und sein
früheres  „Weltmusik“-Pionierleben mit Gruppen wie Embryo, Oriental Wind und den Dissidenten.

PRESSE LT >>

Vorschau: Am 21. Mai - einem ausnahmsweise vorletzten Montag - sucht der in Berlin lebende Schweizer Sänger Dagobert Diessen heim. Doppelt extra vormerken!

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Montag, 26. März  2012  um 20 Uhr

 

„Coney Island“- Katja Huber stellt ihren neuen Roman vor

Wenn zwei Papageien sich in die Lüfte schwingen, das bunte Treiben unter sich beobachten, das Strandleben, die Bars, die Straßen, und dann zu erzählen beginnen- wie würde das klingen?
Anders gefragt: was, wenn ein angesehener Theoretiker und Arzt, Experte für Borderline-Forschung, dem man Altersweisheit attestiert, von einem Kongress in Deutschland zurück nach New York fliegt und nicht, wie vereinbart von seiner Sekretärin abgeholt, sondern von einem jungen Mann entführt wird?
Und wieso wird er nach Coney Island verschleppt, wo er einst mit seiner Frau Marta die Flitterwochen verbrachte, obwohl sie nach Paris hätten reisen können?
Und mit wie vielen Bällen muss der junge Entführer jonglieren, um sein Ziel zu erreichen: welcher Wahnsinn hat ihn gepackt, dermaßen naiv ins Leben eines Analytikers einzugreifen, um seinem eigenen eine entscheidende Wendung zu geben?
Und was treibt die Nebenfiguren um, die diesen Roman mit seinen geschickt vernetzten Geschichten zu einer rasanten Achterbahnfahrt werden lassen auf und über und mitten durch den wohl berühmtesten Vergnügungspark der Weltgeschichte?
Schlagen Sie das Buch auf, herzlich willkommen in Coney Island – und wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen auf ganz unerwartete Weise nicht nur Woody Allen begegnet.

Katja Huber studierte Slawische Philologie und Politische Wissenschaften in München und Wolgograd. Seit 1996 Hörfunkarbeit beim Bayerischen Rundfunk, seit 1999 beim Zündfunk, Bayern 2 Radio mit zahlreichen journalistischen und literarischen Beiträgen. Nach „Fernwärme“ (Bayerischer Kulturförderpreis) und  „Reise nach Njetowa“ ist Coney Island“ ihr dritter Roman

Katja Huber „Coney Island“, Secession Verlag für Literatur Zürich/Berlin,
 ISBN 978-3-905951-13-4
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Vorschau: Am Montag, 30.April ein Abend mit Text und Musik:  Weltmusiker Roman Bunka (  Mitglied der einst legendären Gruppe „Embryo“)  und  Lyriker, Maler, Essayist und Herausgeber Egon Günther.

Heimspiel für Katja Huber, Fesselnder Vortrag der Ex-Dießenerin bei „Letzte Montage - LT AUSGABE>>

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Montag, 30. Mai um 20 Uhr im „Maurerhansl“ in der Johannisstr. 7 in Diessen

 

„Daß ich mich bei allem für das Gelächter entschieden habe-eine szenisch-musikalische Hommage an den bayerischen Schriftsteller Oskar Maria Graf


Der Münchner Komponist, Regisseur und Solodarsteller Anton Prestele spannt in seinem Programm einen szenisch-musikalischen Bogen mit autobiogra-phischen Texten Grafs von dessen Anfängen bis zu seinem unausweichlichen Gang ins Exil. Nachspüren kann man in diesen Texten den aufkeimenden Faschismus in Deutschland und vor allem in den Kriegserlebnissen Grafs dessen vehementen und immer mutiger geführten Protest. Trotz dieser Thematik fehlen dem Abend aber keineswegs komödiantische und heitere Passagen des lebensbejahenden „Urviehs“ Oskar Maria Graf, den Prestele in seiner Darstel-lungsweise, die weit über einen üblichen Leseabend hinausgeht, regelrecht zu verkörpern sucht.
Oskar Maria Graf wird 1894 in Berg am Starnberger See geboren.. Mit siebzehn entflieht er dem Regiment des älteren Bruders nach München und findet Anschluß an Schwabinger Bohème-Kreise. 1918 erlebt er in München Revolution und Räterepublik. Mit „Wir sind Gefangene“ gelingt ihm 1927 der literarische Durchbruch. 1933 emegriert er nach Wien, wo er seinen berühmten Protest „Verbrennt mich“ gegen Hitler Deutschland veröffentlicht. 1934 wird er aus dem deutschen Reich ausgebürgert. 1938 flieht er über Holland nach New York, wo er 1967 stirbt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen: „Wir sind Gefangene“, „Gelächter von außen“, “Das Leben meiner Mutter“, „Unruhe um einen Friedfertigen“.

Anton Prestele lebt als Komponist, Dirigent, Regisseur und Interpret musikalisch-literarischer Soloprogramme in München.. Bekannt geworden ist er mit seiner Wirtshausoper „Heimatlos“, die nach der Uraufführung beim steirischen herbst in Graz von mehr als 40 Bühnen nachgespielt wurde. Durch viele weitere Musiktheaterproduktionen und mit eigenwilligen szenisch-musikalischen Soloabenden von Friedrich Nietzsche über Hans Magnus Enzensberger bis Norbert C. Kaser machte er sich einen Namen. Erhielt 2001 den Digital Content Award für seine Interpretation der Dionysos-Dithyramben von Friedrich Nietzsche. Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: „Ein Interpret, der fasziniert.....Prestele magnetisiert die Worte...großartig!“

 

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Goys Letzte Montage

. Im April ausnahmsweise nicht am letzten Montag, sondern am
Freitag, 15. April 2011 um 20 Uhr
im Gasthof Maurerhansl, in der Johannisstr. 7 in Diessen

 

Bastian Jütte Quintett

Auf  der CD „Inside“ versammelt Jütte als Bandleader neun Eigenkom-positionen in einer Mixtur aus Jazz, Singer-Songwriter, Indierock und Indietronic. Hypnotische Klavierkürzel wechseln sich mit trashig verfremdeten Drums oder rockigen Gitarrenmotiven ab, mit  ironisch-beiläufigen Dissonanzen und vielen soghaft schönen Melodien, einer Vielfalt wie aus einem Guß.
Bastian Jütte – Drums
ist auf über 40 CDs zu hören, Er spielte schon mit den ganz Großen des Jazz. Tourneen führten ihn durch über 15 Länder und zu Auftritten bei   internationalen Festivals, Gewann mit dem Tim Allhoff Trio den „Neuen
Deutschen Jazzpreis 2010“. Ist Dozent an der Musikhochschule München.
Till Martin – Tenorsax, Bassclarinet
Veröffentlichte über 20 CDs, 6 davon als Bandleader und Komponist. Ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Ein Klangschöpfer, der sich auf starke Stimmungsbilder versteht.
Max Frankl – Guitar
In der Fachpresse und in den Feuilletons renommierter Tageszeitungen hochgelobt ob seiner künstlerischen Qualitäten. Seit seinem CD-Debüt mit „1“ und seinem „Sturmvogel“-Album zählt er zu Europas besten Jazzgitarristen.
Christian Elsässer – Piano
Fester Bestandteil der deutschen und internationalen Jazzszene. Regelmäßig mit den Bands von Pee Wee Ellis und Klaus Doldinger zu hören. Veröffentlichte
neben verschiedenen CD-Einspielungen auch vier Alben. Dozent für Jazz-Piano, Komposition und Arrangement sowie Musikproduktion an der Hochschule für Musik und Theater in München.
Andreas Kurz – Bass
Tourneen mit Peter O’Mara, Johannes Enders, Rick Keller, Nicholas Simion, Tied& Tickled Trio führten ihn in die USA, Australien, Ukraine, Frankreich, Rumänien, Schweiz, Großbritannien.....  2009 Bayerischer  Staatspreis und 2010  Neuer Deutscher Jazzpreis.

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Montag, 28. Februar 2011 um 20 Uhr, im Gasthof „Maurerhansl“

Goys Letzte Montage

 

  „TIME HAS COME” - Craig Gerber und Band

Craig Gerber ist ein Singer/Songwriter aus Minneapolis, USA mit Wahlheimat Bayern. In den letzten Jahren war er mit verschiedenen Bands unterwegs, u.a. mit „Badthing“, „Process Blue“ u. “Bellibone”, mit denen er sich einen Ruf als Songwriter, Gitarrist und Frontman erworben hat. Er spielte u. a. schon im Vorprogramm für Größen wie Deep Purple und Bananafishbones. Obwohl musikalische Vorbilder wie Neil Young, Tom Petty, Bob Dylan oder Elliot Smith nicht zu verleugnen sind,  ist Craig Gerber ein eigenständiger, unverwechsel-barer Künstler. Am 28. Februar tritt er an mit Michi Waibl (Belli-bone, V8, Membrane) am Schlagzeug, Stephan Wohlhaupter (Kanmantu) an der Gitarre und Peter Hampl (Voltage,Barock) am Bass.
Sie spielen Lieder des aktuellen Albums „Time Has Come“ (BSC/Rough Trade).   Nach Meinung vieler sind ihm zehn beein-druckende Songs gelungen. Durch das ganze Album zieht sich die Botschaft, dass es am Ende eines Tunnels stets Licht gibt, egal, wie verfahren eine Situation auch scheinen mag. In einer Mischung aus Folk-Tradition und Indie-Rock  sind der Eröffnungssong „Time has come“ , der Aufbruchstimmung vermittelt und „Hard Winter“ mit einem fantastischen Gitarrensolo besondere Highlights des Albums.

Vorschau: Ausnahmsweise nicht am Letzten Montag, sondern am Freitag, 15. April ein Jazzabend mit dem „Bastian Jütte Quintett“

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Montag, 31. Januar 2011 um 20 Uhr im Maurerhansl

Goys Letzte Montage

„Unternehmungen von Turteltauben“ von Sebastian Goy


Die Letzten Montage gehen ins siebte Jahr – drei Jahr sind im K7 und drei Jahre im kult.café vergangen – , kein Grund aufzuhören, sondern  durch einen Ortswechsel neue Impulse zu setzen.
Der neue Ort ist der Gasthof Maurerhansl* in Diessen, der das Ambiente bietet, dort einen  Abend am letzten Montag im Monat mit Darbietungen interessanter und abwechslungsreicher Art verbringen zu können.
Dazu lade ich Sie/Euch 2011 herzlich ein und hoffe, dass gleich der erste Abend am Montag, dem 31. Januar 2011 dem Neustart Beschwingtheit verleiht.

Geschichten, Lieder, zarte und weniger zarte Liebeslyrik, galoppierende Verse, Wörterberge, Minimalistisches, Nonsenslyrik und anderes mehr von Sebastian Goy.
Es lesen Elisabeth Günther und der Autor, es spielen Teja Andresen und Rüdiger Maul.

Elisabeth Günther, Schauspielerin mit Engagements an Theatern und Tourneetheatern. Film- und Fernsehrollen. Zur Zeit neben der Mutterrolle in ihrer großen Familie hauptsächlich Synchronisationsarbeit. Deutsche Stimme von Liv Tyler, Juliette Binoche, Cate Blanchet u. a.
Teja Andresen, Kontrabassist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Rüdiger Maul, Percussionist und Trommellehrer, der seit einiger Zeit in Diessen lebt und hier sein Können und Wissen an Trommelinteressierte weitergibt. Auftritte und Studioarbeit mit vielen internationalen Künstlern wie Artists for Nature, Dudu Tucci, The Seer, Les Gammas, Marcelo Santos, Udo Jürgens, Kalliash Kokopelli... Seit 2002 Percussionist der Musik Gruppe FAUN.

Vorschau: Am Montag, dem 28. Februar „Time has come“, der amerikanische Singer/ Songwriter Craig Gerber und Band, Indie-Rock mit Folktradition

Presse>> AK und LT

Einen wunderbaren Abend, den uns Sebastian Goy beschert hat!!

 

 

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Montag, 29. November 2010 um 20 Uhr

Goys Letzte Montage

...an letzten Montagen des Monats präsentiert Sebastian Goy  als Veranstaltung des Heimatvereins Diessen Vorträge, Lesungen, Konzerte, Montagen und mehr......
(schon ab 18 Uhr ist die Küche Michaels Schmidts geöffnet-Tel. 08807 / 214993)

 

Ingo Arndts TIERREICH: Schwärme, Herden, Kolonien

Warum versammeln sich Tiere in Massen? Diese Frage stellte sich Ingo Arndt. Auf der ganzen Welt versammeln sich jedes Jahr abermillionen Tiere – zur Überwinterung, zur Paarung oder um neue Lebensräume zu besiedeln: eines der großen Spektakel, die unser Planet zu bieten hat. Manche Tierarten können nur in Gruppen überleben, sie bilden sogenannte Superorganismen. Es waren vier Jahre intensiven Fotografierens und Forschens nötig, wochen- und monatelange Reisen, die Arndt zu den verschiedensten Arten führten. Das Ergebnis ist eine Reportage aus bestechenden Bildern und gut recherchierten Informationen in nie gezeigter Intensität.


Ingo Arndt arbeitet seit 1992 als professioneller Tier- und Naturfotograf u. a. für GEO, National Geographic, BBC Wildlife und Terre Sauvage. Durchschnittlich sechs Monate eines Jahres verbringt er mit Reportagereisen auf allen Kontinenten. Mit seinen Bildern möchte Arndt Emotionen wecken, den Reichtum der Natur vor Augen führen und für den Naturschutz werben. Über die Suche nach dem perfekten Einzelbild hinaus gelingt es ihm, die komplexen ökologischen Zusammenhänge sichtbar zu machen und einzigartige Verhaltensweisen im Tierreich zu dokumentieren.


2005 Auszeichnung bei World Press Foto. 2000, 2002, 2004, 2006 und 2007 Preise beim Wildlife Photographer of the Year. Mehrere Auszeichnungen beim Europäischen Naturfotografen des Jahres. 2006 Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie.

Arndt ist berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photografie (DGPH). Seine Ausstellungen werden in vielen Museen Europas präsentiert.
Einige Buchveröffentlichungen: Murmeltiere (1997) – Tierreportagen aus aller Welt (2002) – Logbuch Polarstern (2005) – Affen in der Wildnis (2007) – Zeigt her euere Füße ( 2007) – Nomaden des Windes (2008)


Monarchfalter versammeln sich zum Trinken an einer Wasserstelle im Winterquartier; Foto: Ingo Arndt

Presse>> AK

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Montag, 20. September 2010 um 20 Uhr

Goys Letzte Montage

Der Mann, der Shakespeare erfand* - Kurt Kreiler auf den Spuren von Edward de Vere, dem Earl of Oxford

 

Obwohl man seit langem vermutet, dass William Shakespeare(1564-1616) aus Stratford-upon-Avon nicht die Dramen des Genius „Shakespeare“ geschrieben haben kann, konnte der Nachweis nie geführt werden. Dies hat sich mit Kurt Kreilers Entdeckungen , die er in seinem Buch darlegt, geändert. Die Welt, sagt Kreiler, wurde systematisch betrogen, aufgrund eines Coups, der nicht seinesgleichen hat. „Shakespeare“ war das Pseudonym eines aus dem englischen Hochadel stammenden Künstlers, der sich nach damaliger Konvention keine Blöße als Stückeschreiber geben konnte. Sein Name: Edward de Vere, Earl of Oxford (1550-1604). Sein Pseudonym setzt sich aus William, dem Eroberer und Shakespeare, dem Speerschwinger, zusammen. Der Earl war einer der besten Turnierreiter seiner Zeit und unterstellte sich als „gelehrter Poet“ dem Schutz der speerschwingenden Athene. Seine Komödien und Tragödien schrieb er
für den Hof von Elisabeth I. Kurt Kreiler macht auf eine Unzahl von zeithistorischen Anspielungen aufmerksam, an denen Generationen von Interpreten vorbeigelesen haben und deckt auf, hinter wievielen Masken und Namen sich der poetische Earl versteckt hat.
Ein spannender Abend, nicht nur für Literaturfreaks und Shakespearefans, sondern auch für alle, die sich wache Neugierde bewahrt haben.
Kurt Kreiler, geboren 1950 in München, promovierter Germanist, lebt als Essayist, Herausgeber, Hörspielautor und Übersetzer in Köln. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.

 *Kurt Kreiler „Der Mann, der Shakespeare erfand“, Frankfurt am Main und Leipzig 2009, Insel Verlag.  ISBN 978-3-458-17452-3

Presse LT>>

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Montag, 26. Juli 2010 um 20 Uhr

Goys Letzte Montage

Nathan und die Hochzeitsgesellschaft:„Die ewig alten Lieder“

Liedermacher Nathan macht aus Poeten Liedermacher, indem er sie auf einfühlsame und unkonventionelle Weise vertont.
Man glaubt, nachfühlen zu können, was Friedrich Nietzsche, der grimmige und vereinsamte Dichter und Philosoph, vor mehr als hundert Jahren empfunden haben mag, als er zu Tränen gerührt dem Flug des Albatros hinterher blickte.
Oder man wird in die düstere, raunzende Stimmung eines Thomas Bernhard versetzt, dessen geheimnisvolle Worte plötzlich einen überraschenden Sinn ergeben.
Die ewig alten Lieder, die Nathan aus Texten vieler Dichter gewinnt, sind die ewig jungen, sind gelungene Vertonungen von Bierbaum, Brecht, Eichendorff, Heine, Hesse, Hofmannsthal, Hölderlin, Kästner, Mühsam, Rilke, Wedekind u.a.
Nathan wird an diesem Abend von einigen seiner Musiker begleitet. www.nathan-und-die-hochzeitsgesellschaft.de

Vorschau: Ausnahmsweise schon am vorletzten Montag des September ( 20. 9. 2010) wird der Shakespeare-Kenner Dr. Kurt Kreiler im Rahmen der Englischen Woche in Diessen über „Der Mann, der Shakespeare erfand“  sprechen und aus seinem gleichnamigen Buch lesen.

Presse>> AK

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Montag, 28. Juni 2010 um 20 Uhr

Goys Letzte Montage

.Körpertexte“ von und mit Regina Ray plus Heinrich Heine „hautnah“

Der Journalist Heinz Czechowski über Rays „Körpertexte:“ „Das Wort Körpersprache ...gewinnt für mich in Regina Rays Texten eine neue Dimen-sion. Vor allem aber spricht hier die Autorin von der Erfahrung, der eigene Nabel könne, wenn auch nur für Sekunden, auch der Nabel der Welt sein...die Grenzen der Provinz des eigenen Körpers weiten sich zum Kosmos. Wir ent-decken eine Wirklichkeit, die uns die inneren Grenzen von Körper und Geist erkennen lassen; gleichzeitig aber gelangen wir aus der Innenwelt unseres „Ich“ in einen Bereich des Lebendigen, von dem wir mehr ahnen als wissen. Die ero-tisierende Sinnlichkeit, die von diesen Texten ausgeht, baut hier eine Brücke:“
  Vielleicht auch zu Heinrich Heines Gedichten, die „hautnah“ zu erleben sind. Ins französische Exil verbannt, stand Heine auf der Fahndungsliste: „Heine, Schriftsteller, mittlere Statur, spitze Nase und spitzes Kinn, ein Wüstling, dessen müder Leib Erschöpfung bekundet.“ Der kongeniale Heine-Rezitator Gert Westphal äußerte einmal, dass es kein Wunder sei, wenn neuere Interpreten aus den romantischen „Blaublümelein-Versen nun „Blausäure“ pressen. Für diesen Abend wurden von Roswitha M. Gerwin einige politische Satiren und verschiedene Zeitgedichte ausgewählt.  Im Mittelpunkt stehen „Das Sklavenschiff“, „Donna Clara“ und „Nachtgedanken“
Mit der musikalischen Begleitung von Renate Warther und Torsten Bendzko knüpft dieser Abend an  Zeiten von „Lyrik und Jazz“ an, an eine Zeit, die auch mit dem Namen Westphals verbunden war.
Regina Ray studierte Pädagogik, Indologie und Ethnologie sowie Atem-, Sprech- und Stimmerziehung und begleitete interkulturelle Projekte zwischen Indien und Deutschland; seit 1982 veröffentlicht sie Lyrik und Prosa, arbeitet für Funk und Fernsehen und lebt in Düsseldorf.
Roswitha Maria Gerwin studierte u. a. Philosophie, Theologie und Gesell-schaftswissenschaften. Sie ist Dozentin für Yoga und Meditation; veröffentlicht Bücher über Yoga-Philosophie sowie kleinere Werke über Literaten.

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Montag, den 17. Mai um 20 Uhr

Goys Letzte Montage
.....an letzten, ganz selten auch an vorletzten, noch seltener an vorvorletzten Montagen, doch niemals an Dienstagen bis Sonntagen, präsentiert Sebastian Goy als Veranstaltung des Heimatvereins Vorträge, Lesungen, Konzerte, Montagen,  Cartoonisten bzw. andere Menschen...

   HURZLMEIER und RATTELSCHNECK

   Wie zwei hochkarätige Cartoonisten Diessen heimsuchen

                

 „Das Ulkige ist dem Drolligen so verwandt, wie das Närrische dem Bekloppten, bzw. das Alberne dem Schrulligen.“ Wenn man weiß, das dies ein Motto Rudi Hurzlmeiers ist, und dann auch  noch weiß, dass Rattelschnecks bekannteste Figur die sprechende Fleischsalatstulle „Stulli“ ist, ahnt man, was einen an diesem Abend erwartet.

Rudi Hurzlmeier lebt in München und ist u.a. ständiger Mitarbeiter des Satiremagazins TITANIC. Er veröffentlichte bislang 39 Bücher. Seine Bilder
waren in rund 100 Einzel- und Themen-Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Der Name Rattelschneck ist eine eigenwillige Ableitung des englischen Rattlesnake (Klapperschlange). Dahinter verbergen sich zwei Künstler: Marcus Weimer und Olav Westphalen. Nur der halbe Rattelschneck, Marcus Weimer,  der auch als Gagschreiber für Olli  Dittrich arbeitet, wird diesen Abend mit  R. Hurzlmeier bestreiten. Die Zeit meint über ihn und seine an diesem Abend nicht  anwesende andere Hälfte: „Die Welt von Rattelschneck ist nicht nur kindlich, abgründig und  erzieherisch äußerst wertvoll. Sie ist auch schlecht gezeichnet.
Dieses (scheinbar) ästhetische Unvermögen freilich ist Ergebnis einer
gediegenen graphischen Ausbildung... Und es ist das, was die Kunstge- schichtsschreibung einen Stil nennt, nämlich jener der caricature brute“
Rattelschneck veröffentlicht neben Büchern auch allüberall in Zeitungen und  Zeitschriften, seit längerem auch schon in der SZ am Wochenende.

Vorschau: Am 28. Juni „Körpertexte“ von Regina Ray, und Heinrich Heine „hautnah“

Presse LT>>
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Montag, 26. April 2010 um 20 Uhr

„Adressat unbekannt“

Alexander Netschajew und Sebastian Hofmüller lesen Kressmann Taylor

Der Roman „Adressat unbekannt“ der Amerikanerin Kathrine Kressmann Taylor erschien erstmals 1938 im New Yorker Story Magazine und sorgte in den USA für eine breite öffentliche Diskussion, wurde aber erst Jahrzehnte später ein internationaler Erfolg.
Der Roman besteht aus dem Briefwechsel zweier Freunde, dem jüdischen Amerikaner Max und dem Deutschen Martin, im Zeitraum von November 1932 bis März 1934. Zusammen besitzen sie eine Kunstgalerie in San Francisco. Als Martin sich entschließt, mit Frau und Kindern nach Deutschland zurückzukehren, schadet das der Freundschaft nicht, man schreibt sich jetzt lange, herzliche Briefe.
Martin ist erstaunt über die Armut in Deutschland. Doch kann er sich auch hier dank seiner Einnahmen aus der Galerie ein luxuriöses Leben leisten. Mit der Machtergreifung Hitlers wird er nach und nach zum überzeugten Anhänger des Nationalsozialismus. Seine Briefe an Max bekommen plötzlich einen anderen Ton. Das Verhältnis der einstigen Freunde verändert sich radikal, die Geschichte spitzt sich dramatisch zu......
Alexander Netschajew, Schauspieler und Regisseur, Mitbetreiber des ehemaligen K7; längere Zeit im Führungsgremium der Pasinger Theaterfabrik; nach Heiner Brummel und vor Florian Werner Leiter des Stadttheaters Landsberg, regional auch hervorgetreten durch das „Reise nach Petuschki – Projekt“ im Jahre 2003.

Sebastian Hofmüller, zunächst Schauspieler am Münchner Theater der Jugend an der Schauburg, dann am Landestheater Tirol in Innsbruck. Seitdem freier Schauspieler mit Engagements an verschiedenen Bühnen. Des öfteren mit Literaturprogrammen auf Tour.

Presse>>LT

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Montag, 29. März 2010 um 20 Uhr

 

Jandl goes Jam. Jazz und Worte auf Jandls Spuren

Saxophon: Andreas Nickl , Piano: Norbert Rentsch

Ernst Jandl, der auch ein begeisterter Jazzfan war, lebte von 1925 bis 2000. Lebensgefährte von Friederike Mayröcker. Mitbegründer der Grazer Autorenversammlung. Unter dem Einfluß der konkreten Poesie und des Dadaismus landet Jandl bei der experimentellen Dichtung. Er war nicht nur der Verfasser von Gedichten, sondern auch deren bester Vortragender. Zu seinen bekanntesten Texten gehören u. a. Gedichte wie „heldenplatz“, „ottos mops“, oder aus „Laut und Luise“ „schtzngrmm“ und „lichtung“:

„lichtung

manche meinen

lechts und rinks

kann man nicht velwechsern

werch ein illtum!“

Es gibt zahlreiche Schallplattenaufnahmen seiner von ihm rezitierten Sprach- und Lautexperimente, die häufig von Gesang und Jazzmusik begleitet sind.

Norbert Rentsch und Andreas Nickl setzen diese Tradition auf kongeniale Weise fort. Die Texte ihres Inspirationsquells Jandl sind für sie Vorlagen für ein freies Spiel gedanklicher und musikalischer Art. An einem kurzweiligen Abend mit Sprachskizzen und musikalischen Echos sind sie würdige Interpreten des alliterationsvernarrten Wortkompositeurs Jandl.

Presse>>LT

Vorschau: Montag, 26. April um 20 Uhr im kult.café in Diessen „Adressat unbekannt“ von Kathrine Kressmann Taylor. Es lesen Sebastian Hofmüller und Alexander Netschajew

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Montag, 22. Februar 2010 um 20 Uhr


„Neues vom Hexen(Anwalt)“

Claus-Peter Lieckfeld liest aus seinem Roman „Spee“

Fredericus Spee - Jesuit, Dichter, Philosoph, Jurist, Humanist – war eine herausragende Gestalt Anfang des 17. Jahrhunderts. Bekannt wurde er als „Anwalt der Hexen“, vor allem wegen seines Buches „Cautio Criminalis“- einem epochalen Werk humanistisch-juristischer Prägung, in dem er den Hexenwahn und die Bibel der Hexenjäger, den „Hexenhammer“, scharfsinnig seziert hat. Spee ist heute noch als geistlicher Barockdichter und Naturlyriker bekannt und gegenwärtig ( z. B.: „O Heiland reiß den Himmel auf“)

Spee entging knapp einem Mordanschlag, einem Berufsverbot als Priester und dem Scheiterhaufen. Seine Entlarvung der Hexenjäger war so unwider-stehlich klug und logisch, dass sie die Umtriebe der gewerbsmäßigen „Schnüffler und Brenner“ zu gefährden drohte.

Lieckfeld hat in seinem Roman „Spee“ – der vermutlich noch in diesem Jahr erscheinen wird- die drei entscheidenden Jahre in Spees Leben (April 1629 bis April 1632) nachgezeichnet.

Claus-Peter Lieckfeld war viele Jahre Redakteur der Zeitschrift natur und ist seither freier Autor und Wissenschaftsjournalist. Seine Natur- und Tierreportagen erscheinen in GEO, Der Zeit, mare, merian, dem SZ-Magazin und in anderen Publikationen. Er verfasste Theaterstücke, Hörspiele, Kabarett-Texte, zahlreiche Sachbücher und historische Romane. Zwei Werke spielen in der Wikingerzeit, „Das Buch Haithabu“ und „Das Buch Glendalough“.

Presse>>LT

Vorschau : Montag, 29. März „Jandl goes Jam“. Ein Pianist und ein Saxophonist setzen sich mit den Gedichten Ernst Jandls auseinander

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Montag, 25. Januar 2010 um 20 Uhr


Oli Biehler berichtet aus seiner „Werkstatt“

Der Musiker und Filmkomponist Oli Biehler ,

der am Rande des Schwarzwalds aufwuchs, mit zwölf Jahren an Klavierwettbewerben teilnahm, mit 16 Jahren seine erste Band gründete, seinen ersten Plattenvertrag mit einundzwanzig Jahren unterschrieb, dabei schon mitten in einer musikalischen Ausbildung steckte, die sich im Alter von 24 Jahren auf Film-Scoring unter Komponist und Oscar-Preisträger Cong Su spezialisierte, mit 26 Jahren sein eigenes Tonstudio besaß, das dann, als er 28 Jahre war, nach Berlin übersiedelte, bis heute etwa 40 Filmmusiken für Fernsehen und Kino komponierte, sowohl für große Orchester als auch für kleine Ensembles, Orchester-Arrangements für Künstler wie Ronan Keating, tocotronic, Delaware, nikko u. a. übernahm, seit 2004 Mitglied der Deutschen Filmakademie ist,

gibt uns Einblick in seine Arbeit, stellt uns etliche seiner musikalischen Werke vor und zeigt uns Ausschnitte aus einigen der Filme, für die er dieMusik komponiert hat . Unter anderem schrieb er die Musik zu vielen Tatort-Folgen und arbeitete des öfteren mit den Regisseuren Ute Wieland, René Heisig, Uwe Janson und Thomas Bohn zusammen, wurde beim Internationalen Festival des jungen Films in Bludenz/Oesterreich für „Sie sucht ihn“ ausgezeichnet, mit dem Deutschen Fernsehpreis 2004 für „Das siebte Foto“, „Mein erster Freund“, „Mutter und ich“ und beim Internationalen Film- Festival in Kairo für „seeds of doubt“ geehrt.

Und vielleicht hören wir auch an diesem Abend etwas von seinen Kompositionen, die gerade im Entstehen sind.

Presse>>LT

Vorschau : Am letzten Montag im Februar(22.2.) präsentiert uns die Land-schaftsplanerin Almuth Boedecker „Persische Gärten“.

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Montag, 30. November 2009 um 20 Uhr

 

FUNDSTÜCKE

Egon Günther und Thies Marsen lesen

Egon Günther liest aus den in den letzten Jahren in Riederau entstandenen Gedichtbänden „Ausblick“, „Souvenirs & Leftovers“ und „hegt traum kerne“.

Thies Marsen liest aus der unlängst überraschend aufgetauchten, noch unveröffentlichten Autobiographie von Hilde Kramer (1900- 1974), die in Riederau und Umgebung bei Gabriele Kaetzler („Die Roten Frauen von Riederau“) „die vier glücklichsten Jahre ihrer Kindheit verbracht“ hat. Hilde Kramer war in den Jahren 1918/19 in München eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Revolutionszeit. Oskar Maria Graf hat sie in seinem Bekenntnisbuch „Wir sind Gefangene“ verewigt.

Ein Abend kostbarer Fundstücke , wenn man davon ausgeht, dass zum einen im Geschwindigkeitskanal des 21. Jahrhunderts jedes Gedicht ein Fundstück wohltuender Entschleunigung ist, zum andern eine Persönlichkeit wie Hilde Kramer durch ihr gelebtes Leben schon die provinzielle Enge sprengte, ehe Teile dieser sich auch noch zu verkitschter Trachtenrührseligkeit und zum oberbayerischen Disneyland abschwangen.

Egon Günther , 1953 in München geboren, Maler, Übersetzer und Autor, z. B. von Gedichten (siehe oben) und dem liebevoll kritischen Heimatbuch der etwas anderen Art „Bayerische Enziane“, Edition Nautilus 2005.

Thies Marsen, 1970 geboren, Studium der Politikwissenschaft, ist Hörfunkjournalist, der schon des öfteren mit Egon Günther zusammen-arbeitete, zum Beispiel beim BR-Feature „Die Roten Frauen von Riederau“.

Vorschau : Am 25. Januar 2010 berichtet der Filmkomponist Oli Biehler aus seiner Werkstatt.

Presse>>LT

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Montag, 26. Oktober 2009 um 20 Uhr

Einer, der weiterlebt - in memoriam Bertl Graf

Nonsenstexter und Brunnensprenger

Dießen (smi) - 2001 ist der Künstler Bertram Graf gestorben. In einer von über 100 Gästen besuchten Hommage im Rahmen der Reihe „Goys Letzte Montage“ erinnerten sich Freunde und Weggefährten an den Uttinger Bildhauer, Maler und Dichter.

Ein Künstler, der sich nicht nur auf einen Bereich beschränken ließ, sondern für Sebastian Huber, alias Goy, der die Veranstaltung arrangiert hat, „die leibhaftige Verkörperung der hiesigen Kunstszene darstellte“.

Nonsens und Ernsthaftes

Die Schauspielerin Elisabeth Günther brachte Texte von Bertl Graf zu Gehör und Goy las Biografisches. Ein bayerisches Gedicht über die Ravioli in dadaistisch-lautmalerischer Verfremdung sprach er mit Christiane Graf.

Die Anfangszeilen „Ra-di und Ra-vi-oli mag i“ verraten etwas von Grafs Humor. Er war ein Künstler, der die Skurrilität der Existenz in Nonsensegedichte einfangen konnte, genauso aber dem Nachdenken Raum gab. „Kriegsbild aus dem Libanon, ein zerstörtes Haus betrachtend“, nennt sich eines seiner Gedichte. Philosophische Reflexionen über einen Tropfen im Teich sind ebenso zu finden wie Gedanken über den Tod.

Auf knapp 50 Minuten hat Goy diesen Vortrag kondensiert, ein Patchwork aus Graf-Texten, Biografischem und wunderbaren Kontrabass-Passagen von Teja Andresen. Damit war der Abend aber noch nicht zu Ende: Aus dem Publikum heraus, aber als Teil der Performance, gaben einzelne Sprecher ihre Erinnerungen wieder. Janos Fischer, Wolfram Dietze, Karin Fesser und Professor Dr. Dietrich Klemm erzählten von Begegnungen mit dem „Ammerseer aus dem Böhmerwald.“

Auch für jene, die Bertl Graf nie persönlich erlebt hatten, wurde etwas spürbar vom Charme und der Kreativität dieses Künstlers. Diese besondere Atmosphäre mag auch dem Umstand zu verdanken sein, dass sich mit Goy und Graf zwei in ihrem Humor geistesverwandte Künstler gefunden hatten.

Mit Humor und List

Graf war ein Mensch, der sich nicht davor scheute, gegen Obrigkeiten anzugehen, und zwar mit List und Humor. Der Dettenschwanger Janos Fischer erzählte die Anekdote, als der damalige Landrat Bernhard Müller-Hahl selbst einen Brunnen für Riederau entworfen hatte. Im Zusammenhang mit den damaligen Diskussionen um Kunst am Bau wurde dies von den heimischen Künstlern als Affront empfunden. Graf schaltete eine Anzeige mit der Ankündigung, dass er Müller-Hahls Brunnen sprengen werde, mit genauer Angabe von Zeit und Datum.

In Riederau erwartete den Künstler ein Polizeiaufgebot, er aber nahm eine Gießkanne, füllte sie voll Wasser und „sprengte“ den Brunnen.

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Montag, 28. September 2009 um 20 Uhr

 

„Nachtflug“ -

Peter Becher liest aus seinem soeben erschienenen Buch*

Sommer 2005. Paul Bergmann, der in New York lebt, ist gerade von der Beerdigung seines Vaters aus Deutschland zurückgekehrt. Er beschließt, seiner ihn umtreibenden Gefühle wegen eine Woche in Chicago zu verbringen, ehe er zu einer Konferenz in Milwaukee fährt, glaubt, sie dadurch in den Griff zu bekommen. Weit gefehlt. Auf dem Rückflug verfolgen ihn mit einsetzender Dunkelheit Bilder seiner Vergangenheit: der kleine Junge, der sich vor einem Gewitter fürchtet; die Arbeit in einem Münchner Jazzlokal; die Geburt einer Tochter; die Wiederbegegnung mit einer Jugendliebe; der Abschied von seinem sterbenden Vater. Doch schon setzt das Flugzeug zur Landung in New York an. - „Nachtflug“ ist kein elaborierter Roman, sondern eine Erinnerung, skizziert souverän Bilder, schafft Stimmungen. Schauplätze sind u. a. München, Prag, Berlin und Chicago, eine steirische Almlandschaft, der Pont du Gard in Südfrankreich und der Ammersee.

Der 1952 in München geborene Peter Becher hat familiäre Wurzeln in Böhmen und Österreich. Was erklärt, daß dieser Kulturkreis für seine berufliche Tätigkeit und seine Publikationen bestimmend ist, von der Dissertation über den „Untergang Kakaniens“ (1982), der Essay-Sammlung „Zwischen München, Prag und Wien“(1995) bis zu seiner Biografie Adalbert Stifters(2005). Außerdem hat er Sammelbände über das deutsche Exil der 30er Jahre in der Tschechoslowakei(1992) und über deutsch-böhmische Literatur unter dem Hakenkreuz (2005) herausgegeben. Becher ist Mitglied des tschechischen PEN und leitet in München den Adalbert Stifter Verein, der vom Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung als Institut finanziert wird.

Peter Becher „Nachtflug“, Verlag Karl Stutz, Passau 2009

Presse>>

Vorschau: Montag, 26. Oktober : „Einer, der weiterlebt – in memoriam Bertl Graf“

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Montag, 29. Juni 2009 um 20 Uhr

Ein Abend mit Hartmut Geerken*

Geerken studiert Orientalistik, Philosophie, Vergleichende Religions-wissenschaft und Germanistik in Tübingen,
Constantine/Algerien und Istanbul. Lebt und arbeitet als Leiter bzw. Dozent von/an Goetheinstituten in Kairo, Kabul
und Athen. Unternimmt Reisen nach Pakistan, Indien, Ostasien, Afrika und Australien.
Ist u. a. Autor, Komponist, Filmemacher, darstellender Künstler, Schau-spieler, Holzfäller, Mykologe, Archivar,
Ausstellungsmacher, Herausgeber.
Ende der 50er Jahre erster Kontakt mit der Musik von Sun Ra, den er 1971 nach Kairo einlädt, um dessen Wunsch zu
erfüllen, im Land seiner geistigen Herkunft spielen zu können. G. besitzt heute eines der umfangreichsten Sun-Ra-Archive.
Sein Buch „Omniverse Sun Ra“ (1994) mit einer ersten umfassenden Diskografie des Musikers wurde zu einem Kultbuch.
Zusammen mit James Wolf von der Library of Congress in Washington Herausgeber der gesammelten dichterischen und
philosophischen Werke Sun Ras.
G. beschäftigt sich intensiv mit Neuer Musik. Nimmt von 1978 bis 2002 am Bielefelder „Colloquium Neue Poesie“ teil. Ist
Darsteller in Filmen und Theaterstücken Achternbuschs. 1990/91 Lehrauftrag an der Universität Bayreuth („Hörspiel und
Pornografie“). 1986 bis 2001 zahlreiche Hörspielproduktionen für den Bayerischen Rundfunk.
Während seines sechsjährigen Ägyptenaufenthalts ist er Mitbegründer der „CairoJazz Band“ sowie Gründer und Leiter
des „Cairo Free Jazz Ensembles“ .
1966/67 findet Geerken zusammen mit Sigrid Hauff in Frankreich die Nachlässe der exilierten deutschen Philosophen
Anselm Ruest und SalomoFriedländer/Mynona. Geerken gibt zur Zeit mit Detlef Thiel eine 30bändige Werkausgabe von
Friedländer/Mynona heraus. Ab 1976 organisiert er in Kabul die indo-afghanisch-europäischen Musikwochen mit Konzerten,
Seminaren, Ausstellungen und Filmen. Bestreitet ab 1977 mit Wahab Madabi die erste regelmäßig ausgestrahlte Jazzsendung
von Radio Afghanistan.

*Der heute in Wartaweil lebende Autor veröffentlichte zahlreiche Bücher. Aus einigen liest er an diesem Abend .

Presse>>>

Der Schriftsteller und Maler Egon Günther („Bayerische Enziane“) führt in den Abend ein.

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Montag, 25. Mai 2009 um 20 Uhr

Der Papiersoldat

Ekkehard Maaß singt Lieder von Bulat Okudshawa über Liebe, Verrat, Krieg und Versöhnung

Bulat Okudshawa (geb. 1924 in Moskau – gest. 1997 in Paris) war ein russischer Dichter und Chansonnier. Der oppositionelle Künstler galt als der Georges Brassens der Sowjetunion. 1937wurde Os. Vater als angeb-licher deutscher Spion erschossen, seine Mutter verbrachte 18 Jahre in Arbeitslagern des GULAG. Bis zu ihrer Rehabilitation lebte O. in Tiflis, ab 1956 wieder in Moskau. In der Phase der Entstalinisierung trat O. mit melancholischen, metaphorischen Gedichten pazifistischer Prägung auf, die sich gegen staatliche Repressionen wandten, und begleitete sie auf der Gitarre. Da die Medien ihm verwehrt waren, machte er private Moskauer Wohnungen zu seiner Bühne. Seine Lieder wurden auf Tonband mitge-schnitten, nachgesungen und verbreiteten sich schnell in der gesamten Sowjetunion. Er wurde zum Sprachrohr der Nachkriegsgeneration. In den Sechzigerjahren komponierte er Filmmusik, verfasste Drehbücher, kämpfte gegen die Zensur, unterzeichnete Petitionen gegen die Inhaftierung von Autoren. Sein Werk umfasst neben anderem ungefähr 200 Lieder und 1000 Gedichte.

Ekkehard Maaß , wenn man so will, Okudshawas deutsches Double, in einem evangel. Pfarrhaus aufgewachsen, studierte Theologie und Philosophie, war in der DDR als Bürgerrechtler und Sänger von Okudshawaliedern bekannt. Organisierte in seiner Wohnung Lesungen von Autoren, die sich schon lange vor dem Ende der DDR von der sozialistischen Utopie lossagten und als Dichter- und Malerszene vom Prenzlberg bekannt wurden. Bei ihm verkehrten Autoren wie Christa Wolf, Heiner Müller, Volker Braun, Tschingis Aitmatov, Jewtushenko, Ernst Jandl, Allen Ginsberg u. a. Seit 1996 leitet Maaß die von ihm gegründete Deutsch-Kaukasische Gesellschaft mit Schwerpunkt Tschetschenien.

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Montag, 27. April 2009 um 20 Uhr

Szenen aus „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus
mit Musik aus der Zeit des Ersten Weltkrieges

In seinem Drama, das während des Ersten Weltkrieges spielt, hat Kraus Phraseure in Szene gesetzt und hat damit seine satirische Pressekritik um eine szenische Dimension erweitert. Die Kraus’sche Nörgler-Figur ( wer erinnert sich da nicht an Helmut Qualtingers Interpretation), diese kommentierende Instanz, die in ihrer Doppelrolle als Autor und Außenseiter-Figur des Dramas eine überlegene Sicht auf die Menschheit einnimmt, zeigt Kraus als Statthalter ethischer und moralischer Werte. Vielleicht gerade deswegen hat der Abend auch komische, bunte, gefühlige und verrückte Seiten.

Karl Kraus (1874 – 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker, Sprach- und Kulturkritiker – vor allem ein scharfer Kritiker der Presse und des Hetzjournalismus.

Die Darbietenden sind :

Andreas Feiner , Musiker und Kabarettist.

Clea Stracke , studierte an der Akademie der bildenden Künste München, erhielt im Frühjahr 2009 den Diplompreis der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung.

Julia Rahneberg , Schauspielerin, sieben Jahre Jazzballett an der Iwanson Dance School, Engagements bei freien Theatergruppen.

Eliabeth Krause , Absolventin der Hochschule der Künste (Darstellende Kunst) Berlin. Regieassistentin unter Stroux, Gmeiner, Schwarze und Rudolf Noelte. An diesem Abend zuständig für Textauswahl und Regie.


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Sonderveranstaltung begleitend zum kleinen Format 2008:

am 15. Dez.2008 um 20 Uhr im kult.cafe: „Nichts weiter als das“ Hörspiel von Sebastian Goy

 

Seit über 50 Letzte Montagen hat Sebastian bereits veranstaltet. Jede für sich war spannend und aufschlussreich. Die Veranstaltungen Goys letzte Montage, die für manch einem schon zu einer festen Einrichtung geworden ist, hat Sebastian mit viel Engagement gemacht. Er hat uns manch interessantes Nischenthema oder Persönlichkeit präsentiert. Nun, im Rahmen der Ausstellung „das kleine Format“ möchte ich heute Abend diese Arbeit von Sebastian würdigen.

Sebastian Goy wuchs in Stuttgart auf. 1957 siedelte die Familie nach Dießen um. Sein Vater, ebenfalls Schriftsteller, schrieb u.a. Theaterstücke, jobbte aber auch mal, um den Lebensunterhalt zu sichern. Er konnte immerhin eine neunköpfige Familie ernähren und seine Mutter 7 Kinder großziehen. Der Großvater mütterlicherseits betrieb Heimatforschung. Sebastian Goy, war mehrere Jahre Lehrer, von 1981 bis 1984 Redakteur in der Hörspielabteilung des SFB. Nach acht Jahren in Berlin, lebt er wieder seit 1992 am Ammersee. Katja Huber, seine Tochter, ist Schriftstellerin der 3.Generation in der Familie, mit einem spritzigem, hintersinnigem Stil.

Vor einigen Wochen wurde bei der ARD –Hörspieltagen im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe seine Hörspielbearbeitung „ schon schön“ vor 800 Besuchern live aufgeführt. Für sein Hörspiel "Frau Holle auf Reisen" erhielt er 1998 den Deutschen Kinderhörspielpreis und 1999 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Ich kenne Sebastian als Schriftsteller und Hörspielautor mit einem umfangreichem Oeuvre, einer skurrilen Feder und einer Schreibweise, bei der sich oft mehrere Ebenen überlagern und die Chronologie ein Fremdwort ist. Als ich das Hörspiel „Nichts weiter als das“ hörte, war ich sogleich gefesselt und konnte der Geschichte folgen ohne groß meine Gehirnwendungen zu befragen, wer ist jetzt wer ist und warum....ich empfand das Stück als kurzweilig, interessant und spannend.

So wie wir heute abend zusammensitzen meine liebe Zuhörer, fühlt sich Sebastian Goy wie zuhause. Er ist in einer Großfamilie aufgewachsen, das gestaltete sich sehr häufig wirbelig und turbulent. Bei „Nichts weiter als das“ handelt es sich um eine autobiografische Geschichte, wobei Dichtung und Wahrheit, so wie es bei einem literarischem Werk nun mal ist, nicht immer auseinander zu halten sind. Clemens, die Hauptfigur hat 4 Brüder und 2 Schwestern, Eltern, Großeltern, Tanten, Cousinen, Vettern, Freunde, Liebhaberinnen, Weinflaschen und Onkels. Die Geschichte erzählt von dieser Großfamilie und Clemens beschreibt die Welt in der er aufwuchs mit seiner kindlichen Wahrnehmung. A. Foresti

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Vergangenes ab März 2004:

29. März 2004: „Alles Pachelbel?“ – ein Hörspiel von Sebastian Goy

26. April 2004: „Die Integralrampe- zur Bautechnik der großen Pyramiden in Ägypten“ – ein Abend mit der Ägyptologin Rosemarie Klemm ( assistiert vom Geologen Dietrich Klemm )

24. Mai 2004: „Gestatten Babel“ – Kevin Perryman stellt drei Lyriker ( zwei Schotten und einen Waliser) seines Verlages vor und liest
aus deren Werk: George Mackay Brown, Sean Rafferty und R. S. Thomas

28. Juni 2004: „Dem Schlittschuhläufer geht es um etwas anderes als umseine Spuren – eine Hörfunkmontage über den Maler Janos Fischer“ nebst einigen seiner neuen Bilder und einer Videopost aus Wien von Samuel Schaab

26. Juli 2004: „Statt der Angst“ – Musiker und Komponist Vridolin Enxing ( früher Politrockgruppe „Floh de Cologne“) gibt einen spannenden Einblick in seine künstlerische Arbeit mit Jugendlichen

27. September 2004: „Mäzene und Sponsoren“ – Kunsthistoriker Thomas Raff über die Geschichte des Mäzenatentums

25. Oktober 2004: „Die Poesie des Zwischenraums“ – Architekt Axel Tilch über Straßen und Plätze, Höfe und Parks

31. Januar 2005: „ Gold aus der Wüste“ – Rosemarie Klemm über das „Fleisch der Götter“ aus dem Gebirge östlich des Nils und aus der nubischen Wüste

28. Februar 2005: „In meinem Blick“ – Stein Vaaler liest Gedichte „Marillen und Stacheldraht“ – Jaromir liest aus seinen Kindheitserinnerungen

25. April 2005: „Die Kinder von Peak Sneng“ – Monika Proksch stellt ihr Kinder- und Frauendorf in Kambodscha vor.

30. Mai 2005: „Im Asyl deiner Arme“ – Liebesgedichte und so.... von und mit Kevin Perryman.

27. Juni 2005: „Wörlitz und das Dessauer Gartenreich“ – Almut Boedecker (Landschaftsarchitektin) und Prof. Thomas Raff (Kunsthistoriker).

25. Juli 2005: „Fraktur, die gebrochene unter den Schriften“„Die verschlungenen Wege der sogenannten Schwabacher Judenletter“ - Der Typograph und Lyriker Philipp Luidl über die verschlungenen Wege der sogenannten Schwabacher Judenletter.

26. September 2005: „Braune Flecken im Idyll – der Journalist Thies Marsen über das Voralpenland als Basis, Rückzugs- und Tatort der Nationalsozialisten.

31. Oktober 2005: „In Joy & Grieve“ – ein Hörbild zu Allerseelen mit Petra Schild (Gesang), Hans –Peter Klein ( Laute, Vihuela und Theorbe), Susanna Ricchio ( Gambe und Flöte) und Erwin Kloker (Sprecher). Musik von John Coprario, Diego Ortiz und Johann Schop. Text von Wolfgang Hildesheimer.

(ausnahmsweise nicht im K7, sondern in der Evangelischen Friedenskirche, Fischermartlstraße in Diessen)

28. November 2005: „Sehnsucht nach Harmonie“ – Adalbert Stifters Lebenund Werk , vorgestellt von Peter Becher, dem Autor der vor kurzem im Pustet Verlag erschienenen Stifter-Biographie.

30. Januar 2006 : „Rahels Dachstube“ - Szenische Lesung mit Elisabeth Krause

27. März 2006 : „ERICH ABEL“ - ein Ausflug in die Berge ins Dunstfeld der legendären Reintalanger-Hütte. Erich Abel spielt eigene Kompositionen auf seinem Akkordeon, erzählt Geschichten, zeigt Bilder und nimmt uns mit auf die Suche nach dem Urheber einer CD im fernen Indien und Bangladesh.

24. April 2006 : LESUNG MIT MUSIK - es lesen Katja Huber und Sebastian Goy . Es spielt Johanna Dorn. Eine Benefizveranstaltung für den Diessener Verein „Zukunft für die Kinder der Welt e. V.“

26. Juni 2006 : Des Kaisers neue Kleider Mechanismen der Macht - Mechanik der Verführung

Gedanken von Jürgen Geissler zum satirischen Märchen von Hans Christian Andersen

31. Juli 2006 : Reden über den Garten Eden Gedanken zu Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“ - ein Abend mit Dr. Thomas Raff

25. Sept. 2006 : Stolpersteine - Zeichen des Erinnerns Ein künstlerisches Projekt für Deutschland und Europa von Gunter Demnig
vorgestellt von Heike und Klaus Fleischmann

27. Nov. 2006 : Bücher über Diessen - Bücher von Diessnern - ein Leseabend mit Thomas Raff, Sebastian Goy und Peter Becher

29. Jan. 2007 : Meine Arme breiten sich aus wie Flammen ein literarischer, musikalischer und tänzerischer Abend um die Lyrikerin Else Lasker-Schüler. Roswitha Maria Gerwin liest, Katrin Kröner tanzt.

26. Febr. 2007 : Die Eichenallee in Seefeld - ein Denkmal in der Kulturlandschaft der Grafen zu Toerring - ein Abend mit der Landschaftsarchitektin Almuth
Boedecker

30. April 2007: „Die Reise nach Njetowa“ - Katja Huber stellt ihren neuen Roman vor.

05. Mai 2007: Lesung der drei tschechischen Dichterinnen und Dichter
Daniela Fischerová, Ivan Binar, Josef Hrubý und des Diessener Lyrikers Philipp Luidl - Einführung und Moderation: Peter Becher

25. Juni 2007: Claus-Peter Lieckfeld mit der „Polarstern“ in antarktischen Gewässern

30. Juli 2007: Ein Klangkonzert mit Winnie Rode

K7 , Krankenhausstr. 7, 86911 Diessen am Ammersee

 

........ ab 2008 im kult.café in der Prinz-Ludwig-Straße 23 in 86911 Diessen am Ammersee

28. Januar 2008: „Einen großen Sommer lang“ oder das vieldeutige Lächeln der Erotik - Roswitha Maria Gerwin über Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé

25. Februar 2008: KIKI BOHEMIA + GOLDEN DISKÓ SHIP Ein Independent Popmusicabend - zwei Musikerinnen aus Berlin

31. März 2008: KinderAugenBlicke - „I hate music“ Franziska Stürz, Sopran und Stefanie Schumacher, Akkordeon mit Werken von Modest Mussorgsky, Francis Poulenc und Leonard Bernstein

28. April 2008 : Wer malt denn da, und warum? Und warum ausgerechnet so und nicht anders? Zum Verständnis der Bilder Martin Gensbaurs - eine Gesprächsrunde mit Angelika Hoegerl, Emilia Scharfe, Hartfrid Neunzert, Florian Trampler und Thomas Raff

26. Mai 2008: Der Bildhauer Christian Tobin, seine künstlerische Biografie, sein bisheriges Werk, seine neuesten Arbeiten - ein Atelierbesuch

30. Juni 2008:Brückenbauer über den Kulturgraben Arabien - Europa Ein Abend mit Dietmar Quist

28. Juli 2008: Beat Stories, Thomas Kraft (Herausgeber) und Egon Günter lesen aus dem gleichnamigen Buch Presse>>

29. September 2008: Jacques Brel und das Glück - eine kleine Exkursion mit Katalin Fischer Presse>>

17. Oktober 2008: Das Jahr 1968 - deutsch-tschechische Perspektiven mit Stepan Benda und Richard Szklorz

24. November 2008: Die Sprache der Materialien, Anleitung zu einer Ikonologie der Werkstoffe- ein Abend mit dem
Kunsthistoriker Dr.Thomas Raff -
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26. Januar 2009: Das Imperium der Komantschen - ein Abend mit Professor Wolf Schröder - Presse>>>

30. März 2009: Jazzkonzert - Micha Acher mit Band - Presse>>

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